seine Zuflucht zu allen Spitzfindigkeiten und Verdrehungen der
Gesetze, um den verhassten Gewerkschaftsgedanken auszurotten.
Obgleich die Gewerkschaften 1834 ihre Mitgliederschaft bedeutend
vermehrten, waren sie zur Erkämpfung wesentlicher Siege
über das Kapital doch noch nicht stark genug. Einige Vorteile
wurden errungen, aber selbst in den guten Jahi'en nach 1834
wurden wegen mangelnder Erfahrungen in den neuen Vereinigungen
Streiks verloren, und in den matteren Jahren 1887—42 hatte man
natürlich noch mehr Verluste zu tragen. Politisch folgte 1832
die Enttäuschung, dass die Ausdehnung des Wahlrechtes auf die
Mittelklassen bei den Arbeitern Halt machte, und von dem Siege
der Liberalen über die Konservativen hatte man keinen Vorteil,
da gerade sie die Grossfabrikanten im Gegensätze zu den Landherren
ans Kuder brachten. Die weiten Pläne und kühnen Hoffnungen
auf eine neue Gesellschaftsordnung verzögerten die innere Entwicklung
der Gewerkschaften. Aus den Bemühungen der grossen
nationalen Gewerkschaft um Produktionsgenossenschaften war
nichts geworden. Nur wenige Arbeiterläden waren in Betrieb,
in denen AVaren zum Selbstkostenpreis verkauft wurden, und
30 Jahre lang tauchten immer wieder einzelne Versuche auf, mit
den Untnehmern in Kooperativfabriken zu konkurrieren. Das
Interesse an den gesetzlichen AVegen der Organisationsentwicklung
liess nach; höherstehende Gewerbe erhielten ihre Vereinigungen
frisch, aber andere führten nur noch ein Scheindasein und sanken
in der Mitgliederzahl unter den Stand von 1834. Viele Leute
gingen zu der revolutionären Chartistenbewegung über, um auf
politischem AA r ege Wirtschaftsreformen zu treiben, aber die offizielle
Politik der A T ereinigungen hielt sich dem fern. Bei einem solchen
Zustand, 20 Jahre nach der Befreiung von den Vereinsgesetzen,
begannen die Freunde der Arbeiterschaft an einer friedlichen Erlösung
von dem allenthalben herrschenden Elend zu verzweifeln
und den damaligen Führern schien der Himmel Englands blutigrot
zu leuchten von dem bevorstehenden Aufstande.