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lassen sich zwar nicht völlig- übersehen, aber die Störung der
friedlichen Entwickelung hat die politische Tätigkeit der Organisationen
wieder belebt. Deshalb wird aber die englische Gewerkschaftsbewegung,
die so viele Angriffe und Verfolgungen überwunden
hat, aucli diesen letzten Anschlag des obersten Gerichtshofes
wohl überdauern.
7. KAPITEL.
Die Arbeit
zur Zeit der amerikanischen Kolonieen.
In den amerikanischen Kolonieen gab es viel Land und wenig
Geld; viel Feld zu bestellen und wenig Männer zum pflügen. Die
Bedürfnisse des Volkes waren einfach, die Geschichte der Arbeit
war anderthalb Jahrhundert nach der Landung der Puritaner in
Neu-England lediglich die der Bezwingung der Natur durch harten
Kampf. In kleinen Siedelungen entlang der Küste zerstreut und
nur wenige Meilen die schiffbaren Flüsse aufwärts, lebten Engländer,
Franzosen, Niederländer, Schweden, Deutsche und Spanier
vom Pelzhandel mit Indianern, von Tabak-, Weizen- und Maisbau,
vom Schiffsbau und einigen rohen Handwerken. Das Land war
damals arm und den Gegensatz zwischen Keichtum und Elend,
zwischen Palästen und Hütten, der die Gegenwart charakterisiert,
kannte man nicht. Bei alledem gab es aber natürlich doch
auch Klassenunterschiede, Arme und Reiche, Landbesitzer mit
10 000 Ackern hatten hunderte von Arbeitern und die Sklaven,
die im Süden die schwere Arbeit verrichteten, besassen nicht
Land noch Haus, weder die Kleidung auf dem Leibe, noch ihre
eigene Arbeitskraft. Aber auch der Reiche hatte nur rohe Genussmöglichkeiten
und der meiste Luxus selbst unserer heutigen
Armen war ihnen unbekannt. Im Süden, wo die Löhne überhaupt
unbekannt waren, wo man höchstens für die Mietung eines Sklaven
von einer Plantage an den Herrn etwas zahlte, war der Weisse,
der keine Sklaven besass, in der Stellung eines landlosen Mannes
im Mittelalter und der sogenannte „weisse Landstreicher“ (trosh)