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In diese Zeit, etwa 1825, fällt die erste bemerkenswerte
Bewegung unter der Arbeiterschaft. Ihre Freunde forderten im
Parlament Schutz gegen die Ausbeutung der Armen und Unterstützung
bei Krankheit und Unglücksfällen. Sie fanden aber damit
nach Prof. Mc. Moster wenig Anklang in der Öffentlichkeit
und leiteten mit ihrer Arbeit eigentlich nur ernstliche Organisationsversuche
ein. Die Arbeiter gründeten zunächst sozialistische
und kommunistische Vereinigungen, verpflichteten sich nach ihrem
Gewissen und ihren Idealen sozialer Gerechtigkeit zu leben. So
fand schon Robert Owen bei seinem Besuch in Amerika solche
Vereinsgründungen wie New Harmony u. a. mit idealem Geiste
erfüllt, wenn auch Ausdauer und Solidität dieser ersten Bewegung
noch fehlte.
Von 1825—60 wird das Ansteigen der Löhne beträchtlicher.
Nach Corali D. Wright, dem Arbeitssekretär der Vereinigten
Staaten, erhielten die Tischler 1790 weniger als 2,40 Mk., 1830
bis 1840 4,50 bis 5,60 Mk. täglich. Die Tagelöhno gewöhnlicher
Arbeiter betrugen etwa 1790: 1,70, 1800: 2,50, 1800—10: 3,30
1818—20: 3,60, 1840—60: 3,40 bis 4 Mk. Die Drucker erhielten
1800: 4, 1860: 7 Mk.; Schuhmacher 3 resp. 4 Mk.; Baumwollarbeiter
1820: 1,65, 1860: 4,10 Mk. Freilich sind diese Zahlen
nur grosse Durchschnitte und die Berichte nicht immer glaubwürdig.
Während die Löhne so allmählich stiegen, folgten diesem
Steigen zwar einige Lebensmittel, andere aber fielen im Preise, so
dass unter Berücksichtigung der grösseren politischen Freiheit, der
besseren Erziehungsmöglichkeiten u. dgl. die Lage der Arbeiterschaft
in der Zeit von 1800—60 einen bedeutenden Aufschwung
genommen hat.
9. KAPITEL.
Die organisierte Arbeit
vor und nach dem Bürgerkriege.
Erst seit dem 19. Jahrhundert kann man in den Vereinigten
Staaten von einer Gewerkschaftsbewegung reden. In Boston und
New York bestanden zwar schon früher einige kleinere Vereinigungen,
u. a. von Werftarbeitern, deren Reizbarkeit 1770 zu