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Schließlich ein paar Worte über den Betrieb der Eisenwerke
im allgemeinen. Die Intensivierung der Produktion, die Verbilligung
der technischen Prozesse, das ist offenbar die charakteristische Tendenz
des letzten Dezenniums. Die zunehmende Leistung der Hochöfen, die
Ausnutzung der Gicht- und Koksgase, die Einführung der elektrischen
Kraft, — das sind die Etappen des technischen Eortschrittes.
3. Betriebsorganisation.
Das Vorhandensein der Produktionsmittel ist aber nur eine Be
dingung für den Produktionsprozeß; er selbst fordert eine Betriebs
organisation und planmäßig durchgeführte Arbeitsteilung.
In den südrussischen Werken findet eine weitgehende Arbeits
teilung statt, besonders gilt das für die größten Eisenwerke, z. B.
das Dnieprowsk-Werk, das gegenwärtig etwa 36 verschiedene Sorten
herstellt, die ihrerseits eine Anzahl selbständiger teclmischerProduktions-
prozesse erfordern. In den südlichen Werken geht eine immer fort
schreitende Ersetzung der menschlichen Arbeit durch die Maschine
vor sich. Wenn z. B. früher der Eisenerz- und Steinkohlentransport
sich mittels der bäuerlichen Wagen vollzog, so treten jetzt überall
die Eisenbahnwagen an ihre Stelle; wenn früher die Hochöfen mittels
Schaufeln gefüllt.wurden, so sehen wir jetzt meistenteils automatische
Einrichtungen. Ähnlich ist es auch bei der Halbzeugherstellung,
bei der W r alzung usw. Lehrreich ist es hier, die Leistung der Hoch
öfen und die Leistung der Arbeiter bei den Hochöfen in den ver
schiedenen Werken miteinander zu vergleichen:
Werke
Tägliche Produktion
auf einen Hochofen
Tägliche Produktion
auf einen Arbeiter
Hughes- Werk
11540
Pud
76
Pud
Dnjepr- »
11700
11
46
11
Alexander- „
11930
11
45
11
Petrowsk- „
11330
V
42
11
Donez-Juriewka- ,,
10340
11
68
11
Drusclikowsk- ,,
8130
•1
57
11
Taganrog- ,,
6 240
V
49
11
Gdanzewsk- „
4330
?•
47
11
Olchowaja- ,.
8820
11
49
11
Buss. Providence- ,,
6 900
11
41
,,
Makejewka- „
10570
11
85
11
Kramatorowsk- ,,
9 380
11
35
Kadiewsk- „
8 720
11
26
11
Die Betriebe mit der größten Produktivität der Hochöfen be
sitzen also nicht immer die bessere Organisation der Arbeitskräfte.