Preise, der sich im freien Wettbewerb ergibt; falls der
Preis gebunden oder reglementiert ist, drückt er nicht
den tatsächlichen Wert aus. Während der aus dem freien
Wettbewerb resultierende Preis ein natürliches Gleichgewicht
zwischen Produktion und Konsum herstellt, hat
der manipulierte Preis diese Funktion nicht mehr; als
im Kriege durch eine Norm der Brotpreis unter die natürliche
Höhe gesenkt wurde, verlor er die regulative
Funktion zwischen Produktion und Verbrauch, so daß
der Verbrauch autoritär durch Brotkarten und die Broterzeugung
durch Zwangslieferung reguliert werden
mußte, weil es viele Käufer gab, welche bei diesem künstlich
herabgesetzten Preise Brot kaufen wollten, aber
wenige, die bereit waren, bei diesem Preise zu erzeugen
und zu verkaufen. Eine Ausnahme bildet unter den Gütern
beim Preisprozeß das Gold in einem Goldwährungslande,
weil hier sein Preis gesetzlich fixiert ist; sein tatsächlicher
Wert wird aus dem Preisniveau der übrigen
Güter erkannt, aber wiederum nur unter der Voraussetzung
der freien Konkurrenz.
In einem Lande, in dem keine Goldwährung besteht,
ist das Gold eine Ware wie jedes andere Gut und deshalb
kann an ihm jede individuelle Preisschwankung in
Erscheinung treten. Dagegen kann sich in den Ländern
mit Goldwährung eine Änderung seines Preises nur
durch eine allgemeine Senkung oder Steigen des Preisniveaus
ausdrücken. Dadurch entsteht in der Bewertung
des Geldes zwischen solchen zwei Ländern eine
Disparität, welche sich aber im internationalen freien
Tauschverkehr bald vollzieht. Wenn wir aber das Gold
als Mittel des internationalen Tauschverkehres anse-18