in der Erweiterung des Volumens des Notenkredits. Er
meint nämlich, daß diese Inflation, falls sie nur bedächtig
und durchdacht geleitet ist, durch die Erhöhung der
Warenpreise wieder ein Gleichgewicht zwischen den
verschiedenen Gruppen der Preise, Löhne und Schulden
herbeiführen kann. Professor Mildschuh bemerkt hiezu
in seinem schon erwähnten Artikel, daß es zwar sicher
ist, daß jede Inflation sozial ungerecht und unheilvoll
wirkt und daß ihr deshalb besonders die kleineren Staaten
ausweichen müssen, aber falls die Regierungen Eng-Jands
und der Vereinigten Staaten zu der Inflation einen
günstigeren Standpunkt einnehmen, doch zu bedenken
ist, daß eine solche Inflation das beste Mittel wäre, um
dem Sinken der Preise und dadurch auch der fortschreitenden
Arbeitslosigkeit Einhalt zu gebieten. Die
Meinung Professor Mildschuhs und besonders sein Hinweis
auf England und die Vereinigten Staaten verdient
nähere Erwähnung. In England prallten in den letzten
Jahren sehr heftig die Anschauungen der konservativen
Währungstheoretiker und Praktiker (hinter denen auch
die Repräsentanten der Englischen Bank standen) mit
den Anschauungen fortschrittlicherer Richtungen zusammen,
zu denen unter anderen auch Mac Kenna, der
Präsident der Midland Bank gehört. Dieser beschäftigte
sich in einer seiner letzten Reden unter anderem auch
mit der Inflation als Mittel zur Beseitigung der Krise
und sagte, daß die Inflation als Methode von den mitteleuropäischen
Staaten nach dem Kriege deshalb diskreditiert
wurde, weil die zur Deckung chronischer Defizite
im Staatshaushalt dieser Länder mißbraucht wurde,
Aus seinen Ausführungen geht hervor, daß er die in-16