Contents: Geschichte des Zentralverbandes der Stickerei-Industrie der Ostschweiz und des Vorarlbergs und ihre wirthschafts- und sozialpolitischen Ergebnisse

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welt, welche, eigenartiger in ihrem Gefüge, so energisch und 
radikal die wichtigsten Postulate in Bezug auf Bernfsorgani- 
satiou, Lohnregelung und Regelung der quantitativen und 
qualitativen Produktion der Verwirklichung entgegenznsühren 
bemüht ist, wie diejenige, deren Geschichte Gegenstand der vor 
liegenden Abhandlung ist. Es lassen sich hier vielleicht zum 
ersten Mal eine Anzahl Forderungen doktrinärer Wirthschafts- 
und Sozialpolitik im Verhältniß zu ihren praktischen Wirkungen 
und zu ihrer Ausführbarkeit und Durchführbarkeit prüfen. Ge 
rade nach dieser Richtung bietet die Verbandsgeschichte werthvolle 
positive Resultate. Hier gewährt sie — wenn sie sich auch liber 
eine verhältnißmüßig kurze Zeit erstreckt — Fertiges und Er 
probtes und dürfte deshalb gerechtfertiget sein. Beim gegen 
wärtigen intensiven Konkurrenzkämpfe der Weltindustrien ent 
scheidet eine verhältnismäßig sehr kurze Zeit über die Lebens- 
fähigkeit allgemein beruflicher Institutionen in denselben. Ent 
weder sie erliegen dem ersten Ansturm von Konknrrenzfaktoren; 
halten sie ihnen aber Stand, haben sie auch Zeugniß von ihrer 
Daseinsberechtigung und Lebenskraft abgelegt. Die kurze Spanne 
Zeit — mitten ans der Gegemvart herausgegriffen — welche 
diese Arbeit umfaßt, legte dem Verfasser die Verpflichtung ans, 
das persönliche Moment auszumerzen, wenn er auch gerne der 
Männer, welche um die Gründung lind Weiterentwicklung des 
Verbandes hervorragende Verdienste sich erwarben, nament 
lich tiberall Erwähnung gethan hätte, wo sie mit den Ereig 
nissen im engsten Zusammenhange stehen. Die Nennung 
des einen Namens könnte aber leicht als Zurücksetzung des 
anderen, das Lob des einen fast nnwillktirlich als ungerechten 
Tadel des zweiten gedeutet werden, so daß die beabsichtigte
	        
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