den von Mr. Peabody mit seinem großen Kapital und
seiner wertvollen Erfahrung wird zweifellos noch eine
Reihe weiterer Veränderungen in den Konten amerika-
nischer Häuser in London nach sich ziehen.“
Da Junius Spencer Morgan das Geschäft von
George Peabody, der sich zur Ruhe gesetzt hatte,
übernommen hatte, war dies eine Rache. Aber Dun-
can, Sherman & Co. standen schon damals dicht vor
dem Bankrott, den sie später anmelden mußten,
Außer Dabney hatte Morgan seinen Vetter James
Goodwin als Teilhaber, Das Büro der neuen Firma
war im zweiten Stock des Hauses Exchange Place
Nr. 53. Selbst für jene Zeit, als „moderne“ Geschäfts-
käuser drei Stockwerke hoch waren, kann man es nicht
serade als prächtig bezeichnen. Die großen Firmen
hatten ihre Büros auf der Wall Street oder William
Street, Tatsächlich findet sich in diesen Anfängen von
Morgans Laufbahn nichts, das zu der Vermutung füh-
ren könnte, er habe damals auch nur die geringste
Ahnung gehabt, welche Rolle er als Bankier und als
aufbauende Kraft im Eisenbahnwesen und in der indu-
striellen Entwicklung der Vereinigten Staaten noch
spielen sollte. Er hielt sich damals und auch später,
bevor ihn die Ereignisse zu einer Führerrolle in der
Reorganisation verkrachter Eisenbahnunternehmungen
zwangen, für einen einfachen Bankier und nur für
seinen solchen.
Im Sommer 1859 fuhr Morgan nach Paris und traf
dort Miss Amelia Sturges, die Tochter von Jonathan
Sturges aus New York, in die er sich verliebte. Miss
Sturges krankte an hochgradiger Schwindsucht. Mor-
san heiratete sie und suchte die ganze Welt nach
einem Ort ab, wo sie Heilung finden könnte. Nach der
Hochzeit zog er sich infolgedessen völlig von den Ge-
schäften zurück und widmete sich ganz seiner sterben-
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