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schreitet. Daraus erklärt es sich auch, weshalb Friedrich
Engels die Einrichtung scharf kritisierte und sie nicht als
Faktor bei der Lösung der Arbeiterwohnungsfrage in Betracht
zog. 1 ) Es sind diese Genossenschaften, wie schon hervorgehoben,
weiter nichts als Realkreditinstitute, welche Baukredit
gewähren und die selbst nicht bauen. Eine Ausnahme
bilden die sogenannten Freehold Land Societies, die aber in
England zu keiner nennenswerten Bedeutung gelangt sind.
In Deutschland haben die englischen Building Societies keine
Nachahmung gefunden. In Breslau wurde eine derartige Genossenschaft
in den sechziger Jahren gegründet, sie hat aber
nur kurze Zeit bestanden.
Die Landankaufsgenossenschaften sind zuerst in den
vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts gegründet worden und
haben damals ihre größte Ausbreitung gefunden. Es war die
Zeit, als man um die Beseitigung der Getreidezölle kämpfte.
Da in den ländlichen Distrikten die Pächter von den Grundeigentümern
abhingen, so konnte die Antikoimzollliga auf dem
Lande nur wenige Anhänger gewinnen. Um dieses Hindernis
zu beseitigen, suchte sie die Pächter in kleine Grundbesitzer
umzuwandeln, die durch den Besitz des Gutes Stimmrecht
erhielten. Zu diesem Zweck wurden die Landankaufsgenossenschaften
ins Leben gerufen, welche große Güter pai'zellierten,
um sie in kleine Bauernwirtschaften umzuwandeln. Vom
flachen Lande ist später diese Art Genossenschaft auch in
die Stadt verpflanzt worden, sie hat aber dann im Laufe der
Zeit, nachdem sie ihren politischen Zweck erfüllt hatte,
keinerlei Bedeutung für die Arbeiterwohnungsfrage gewonnen.
2 )
Eine vollständige und zuverlässige Statistik der englischen
Baugenossenschaften ist nicht vorhanden. Sie müssen, so weit
sie unter dem Bangenossenschaftsgesetz inkorporiert sind,
dem Registrar of Friendly Societies ihre Geschäftsberichte
einreichen. Ein Bericht des englischen Arbeitsamtes vom
Jahre 1901 enthält eine Statistik dieser registrierten Genossenschaften
für den Zeitraum von 1886 bis 1899. Danach be-J
) Friedrich Engels, Zur Wohnungsfrage, Zürich 1887, S. 46.
2 ) Sinzheimer, a. a. 0. S. 136.