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Fragen beschäftigt, und er konnte als Sachverständiger auf
dem Gebiet des Kleinwohnungsbaues gelten. Schon vor
längerer Zeit hatte er seine Aufmerksamkeit der Arbeiter
wohnungsfrage zugewendet, worüber er im Jahre 1890 einige
sehr bemerkenswerte Artikel in der „Deutschen Rundschau“,
die von Julius Rodenberg herausgegeben wird, veröffent
licht hatte.
Im Jahre 1891 erschien von Albrecht: Die Wohnungs
not in den Großstädten und die Mittel zu ihrer Abhülfe.
München.
Geheimrat Post hatte, als er noch Dozent an der Tech
nischen Hochschule in Hannover war, lebhaften Anteil an den
Versuchen genommen, die dort zur Durchführung einer
Wohnungsreform unternommen waren. Er war einer der
Gründer des dortigen Spar- und Bauvereins.
Die Leiter der Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrts
einrichtungen waren demnach durch ihre Studien und ihre
praktische Tätigkeit besonders befähigt, einen Versuch zur
Besserung der Wohnungsverhältnisse der arbeitenden Klassen
zu unternehmen. Die erste Konferenz der Zentralstelle, welche
am 25. und 26. April 1892 stattfand, war der Erörterung der
Wohnungsfrage gewidmet und No. 1 der Schriften der Zentral
stelle, die auch im Laufe des Jahres 1892 erschien, führte den
Titel „Die Verbesserung der Wohnungen.“ Zwei weitere
Publikationen der Zentralstelle über die Wohnungsfrage er
schienen im Jahre 1893:
I. Untersuchungen über die Wohnungsverhältnisse der
ärmeren Bevölkerungsklassen in Berlin,
II. Die Spai’- und Bauvereine in Hannover, Göttingen
und Berlin,
als No. 3 der Schriften der Zentralstelle für Arbeiter-
wolilfahrtseinrichtungen.
Der praktische Versuch, welchen die Leiter der Zentral
stelle auf dem Gebiete der Wohnungsfrage unternahmen, be
stand darin, daß sie die Gründung einer Baugenossenschaft
in die Hand nahmen, welche nach dem Vorbild des
Hannoverschen Spar- und Bauvereins am 9. März 1892 ins
Leben trat. Die Idee zur Gründung einer derartigen Ge
nossenschaft war also nicht von Arbeitern ausgegangen,