Object: Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

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Umsatz erfolge. 
oder 3. auf besonderen Konten (z. B. Effektenerträgnis- 
Konto, Warenerfolgs-Konto und ähnliches), Konten, deren 
Beträge (Saldi) am Ende des Rechnungsjahres auf Gewinn- 
und Verlust-Konto übertragen werden (vgl. S. 77). 
ß) Verschiebung der Verrechnung des Gewinnes oder Verlustes 
auf den Schluß des Rechnungsjahres. Der Geschäftsfall wird 
zunächst als reine Permutation verrechnet und die Buchung 
der Kapitalveränderung in einem späteren Zeitpunkt nach 
geholt (S. 78). 
Im ersten Fall (a) wird der Umsatz — Verkauf — mit dem 
Eingangswert (Anschaffungs-, Einkaufs-, Herstellungswert), im 
zweiten Fall (ß) hingegen mit dem Veräußerungswert verrechnet. 
Der Verbuchungsvorgang unter (a) ist theoretisch besser, 
praktisch jedoch in den meisten Fällen überhaupt nicht oder 
nicht ohne recht komplizierte Rechnungen und zeitraubende 
Nachforschungen durchzufähren; denn die Kapitalveränderung 
ergibt sich nur durch Vergleichung mit dem Eingangswert, also 
mit einer früheren Verbuchung. 
Die Verrechnungsweise nach ß) ist allgemein üblich und in 
den ältesten Werken über doppelte B. zu finden. Sie ist auch 
Ursache des erheblichsten Mangels der doppelten B. Durch die 
kontenförmige Verrechnung sind die Veränderungen in den Ver 
mögens- und Schuldteilen jederzeit vollständig zu ersehen. Die 
Wertveränderungen des Kapitals hingegen sind während des Rech 
nungsjahres nur teilweise, d. h. nur insoweit unmittelbar ersicht 
lich, als Güter gegen Dienstleistungen (vgl. S. 66, 3., 4., 6.—9. 
Fall) getauscht werden (sie werden zumeist als unmittelbare Wert 
veränderungen des Kapitals, von uns als Gewinneinnahmen und 
Verlustausgaben bezeichnet). Wo mit dem Güter tausch gleichzeitig 
Gewinne und Verluste verbunden sind (wir nennen sie Umsatz 
erfolge, Umsatzgewinne und -Verluste, zumeist infolge einer Ver 
äußerung von Vermögensteilen 1 ), bleibt die Darstellung des 
i) Die in Lehrbüchern übliche Bezeichnung als „mittelbare“ Wert 
veränderungen des Kapitals scheint uns nicht zutreffend zu sein. Gibt 
es Erfolge, die unmittelbarer wirken als realisierte Gewinne oder Verluste ? 
Die Unterscheidung „mittelbar“ und „unmittelbar“ will den Zeitpunkt 
der Verrechnung charakterisieren: die unmittelbaren Erfolge werden sofort 
als Kapitalwertveränderung buchmäßig dargestellt.
	        
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