Full text : Baugenossenschaften und der Berliner Spar- und Bauverein

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finden  sich  5  Läden  mit  den  dazu  gehörigen  Wohnungen  und
ein  großes  Genossenschaftswirtshaus  mit  einem  sich  daran
schließenden  Saal,  der  als  Versammlungsraum  und  Bibliothek
benutzt  wird.  In  dem  Erdgeschoß,  das  an  der  Greifenhagener
Straße  liegt,  befinden  sich  keine  Läden,  sondern  nur  6  Wohnungen. ­
  Die  Innenfläche  ist  zu  einem  Garten  und  Kinderspielplatz ­
  ausgestaltet  und  in  der  Mitte  selbst  steht  völlig
frei  ein  Gebäude,  das  im  wahren  Sinne  des  Wortes  als
Gartenhaus  zu  bezeichnen  ist.  In  den  oberen  Geschossen  hat
jede  Wohnung  einen  Balkon  und  mit  wenigen  Ausnahmen
lassen  sich  sämtliche  Wohnungen  quer  durchlüften.  Es  sind
hier  wiederum  1-,  2-  und  3-zimmerige  Wohnungen  geschaffen ­
  worden.
Die  Genossenschaft  besaß  jetzt  Ansiedlungen  im  Nordwesten, ­
  im  Osten  und  im  Norden  der  Stadt,  außerdem  in
einem  westlichen  Vorort  und  man  entschloß  sich  jetzt,  eine
neue  Ansiedlung  in  dem  südlichen  Vorort  Tempelhof  zu
gründen.  Man  sicherte  sich  hier  ein  Grundstück,  das
10000  qm  Flächenraum  umfaßte,  zu  sehr  günstigem  Preise
und  man  hoffte  hier  einen  Gebäudekomplex  mit  250  Wohnungen ­
  errichten  zu  können.  Es  war  damit  die  Absicht  verbunden, ­
  zunächst  den  Arbeitern  der  Königlichen  Eisenbahnwerkstatt ­
  Tempelhof,  welche  5  Minuten  vom  Grundstück  entfernt ­
  ist  und  dann  auch  den  Arbeitern  der  Schultheiß-Brauerei-Akti
  en  gesellscliaft,  Abteilung  II,  die  auch  in  der
Nähe  des  Grundstückes  liegt,  eine  wirklich  günstige  Wohnungsgelegenheit ­
  zu  bieten.  In  beiden  Betrieben  ist  eine
größere  Anzahl  der  Mitglieder  des  Vereins  beschäftigt,  und
sowohl  die  Pensionskasse  für  die  Arbeiter  der  Preußisch-Hessischen
  Eisenbahngemeinschaft,  als  auch  die  Schultheiß-Brauerei-Aktiengesellscliaft
  hatten  den  Unternehmungen  der
Genossenschaft  stets  ihre  Unterstützung  angedeihen'  lassen.
Infolge  der  günstigen  Verkehrsverbindungen  ist  das  Grundstück ­
  aber  auch  vom  Mittelpunkt  der  Stadt  aus  bequem  zu
erreichen.  Es  kam  noch  hinzu,  daß  das  Grundstück  im  vornehmsten ­
  Teil  des  aufblühenden  Vorortes  Tempelbof  liegt,
wodurch  es  ausgeschlossen  ist,  daß  jemals  Fabriken  oder
andere  belästigende  Betriebe  in  unmittelbarer  Nähe  errichtet
werden  können.  Aber  gerade  die  gute  Lage  des  Grundstückes
            
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