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Einwohner in Denver, das im Mittelpunkt eines großen
Eisenbahnverkehrs steht, zahlreiche Silber- und Gold
schmelzwerke und eine stattliche Zahl kaufmännischer Be
triebe besitzt. Wie optimistisch die Entwicklung Colorados
und seine wirtschaftliche Zukunft beurteilt werden, mag aus
dem Inhalt eines Briefes ersichtlich sein, den ich von einem
Freund aus Colorado Springs erhielt. Er schreibt mir:
„Fügt man zu den offenbaren Vorzügen der erstaunlichen
industriellen Hilfsquellen die außerordentliche Anziehungs
kraft, die Colorado durch sein wunderbares Klima und
seine herrlichen Naturschönheiten besitzt, so ergibt sich,
daß unser Staat in der Kindheit seiner Entwicklung steht,
und daß seine Zukunft, sowohl hinsichtlich der Bevölkerung
wie des Reichtums, eine ganz ungemeine zu werden ver
spricht. Die Gelegenheiten zu Kapitalsanlagen in Colorado
sind derzeit ungewöhnlich. Neben den Goldminen lenke
ich die Aufmerksamkeit auf die Tatsache, daß sorgfältig
entworfene Bauten in den großen Städten eine reiche und
stetig steigende Verzinsung versprechen. Der Erwerb von
Landstrecken, die sich an die Peripherie der rapid wachsenden
Städte anschließen, verheißt mit Sicherheit innerhalb der
nächsten 10 bis 20 Jahre Nettogewinne von einigen hundert
bis zu einigen tausend Prozent.“
Die Fahrt durch Colorado auf der „Denver and Rio
Grande Railroad“ über den Marshall-Paß nordwestwärts
nach Salt Lake City in Utah offenbart auf den Höhen und
in den Tälern durch mächtige und farbenreiche Bilder
Gottes Herrlichkeit in ungeahnter Weise!
Salt Lake City, die Hauptstadt Utahs, die vom Mor
monenführer Brigham Young am 24. Juli 1847 gegründet
wurde, liegt mit 4200 Fuß Höhe 6000 Fuß niedriger als
der Marshall-Paß. Der „Temple“ in Salt Lake City ist
für Nichtgläubige unzugängig. Das Gebäude, das erst seit