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damals allgewaltigen und nochnichtdiskreditiertenPräsidenten
Charles M. Schwab: „Repräsentiert das Kapital Ihrer Gesell
schaft den tatsächlichen Wert des greifbaren Eigentums
oder sind darin eingeschlossen: zukünftige Wertsteigerungen
und »good will«, wie Kundschaft,Fabrikmarken,Patenteusw.?“
Herr Schwab antwortete mir: „Die Beurteilung der Kapi-
talisation der Gesellschaft hängt davon ab, welchen Wert
man ihrem Besitz an Kohlen und Erzgruben beimißt. Die
Ertragsfähigkeit derselben ergibt sich, wenn man berechnet,
welche Pachtsummen sie bringen würden. Unser im Nord
westen gelegener Besitz an Erzgruben umfaßt 80 Proz. allen,
soweit bekannt, im Lande vorhandenen Erzbesitzes; die
gesamte Koks-Produktion von Connellsville, Pa., des größten
Koks-Distriktes des Landes, ist die unsere. Mit Rücksicht
auf den immensen Wert dieses Eigentums ist nach meiner
Ansicht die Kapitalisation der Gesellschaft noch zu niedrig.
Bei der Übernahme der verschiedenen Gesellschaften durch
unsere Korporation haben alle Wertfaktoren volle Berück
sichtigung gefunden.“ „Immerhin,“ so fügte er hinzu, „ist der
innere Wert der Stammaktien nicht fundiert — er hängt von
der zukünftigen Ertragsfähigkeit unserer Gesellschaft ab.“
Der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses, der von
mir wiederholt erwähnte E. H. Gary, wies in dieser Be
sprechung — die ich auch in ihren sonstigen nicht un
interessanten Einzelheiten hier etwas ausführlicher wieder
geben möchte — auf seine kurz zuvor vor der „Industrial
Commission“ gemachten Äußerungen hin. „Als Folge
der Konsolidation großer Stahl- und Eiseninteressen,
durch Gründung einer großen Korporation, ist,“ so sagte
Gary, „in der Eisen- und Stahlbranche ein Element der
Stabilität geschaffen worden, welches die bisherigen Inter-
essen-Vereinigungen und gemeinsamen Abmachungen bei
weitem nicht im gleichen Maße erreichen konnten. Die