Full text: Leben und Lehre des Buddha

Bekehrungen. 
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jüngere weiß mehr zu berichten. Ich will das Wichtigste hervor 
heben, da manches darunter geschichtliche Wahrheit sein kann. 
Ausführlich wird berichtet, wie Buddha auf Wunsch seines Vaters 
seine Heimatstadt Rapi1ava8tu besuchte, wobei viele Wunder ge 
schahen. Historisch kann in der Erzählung sein, daß die adels 
stolzen Sakyas von ihrem Verwandten, der als Bettelmönch auf 
trat, nicht sehr erbaut waren. Sie erwiesen ihm anfänglich keine 
Ehre, und niemand lud ihn zum Mittagessen ein. Als er am 
folgenden Tage mit seinen Mönchen betteln ging, zeigte sich nie 
mand, der ihm Speise gab. Sein Vater machte ihm die bittersten 
Vorwürfe, daß er ihm die Schande antäte, als Bettler umherzu 
gehen. Buddha beruhigte ihn aber, und 8uääbodaua erreichte 
schließlich die höchste Stufe der Heiligkeit. Damals sah Buddha 
auch seine Frau wieder, der er als Buddha noch besser gefiel wie 
als Prinz, ebenso seinen Sohn Rähula, den die Mutter schickte, 
um von Buddha sein Erbteil zu fordern. Buddha ließ den Rähula, 
der damals sieben Jahre alt war, durch 8arixutra in den Orden 
aufnehmen, was 8näälloäaoa sehr mißbilligte. Buddha tat dies 
offenbar, um seinen Sohn um sich zu haben, eine Schwäche im 
Sinne seiner Lehre, ein schöner Zug vom rein menschlichen Stand 
punkte aus. Ferner nahm Buddha damals seinen Stiefbruder 
Nanda als Mönch auf, sehr zur Betrübnis von dessen Braut. 
Darauf wandte er sich wieder zurück nach Räjagpha. Auf dem 
Wege dorthin, im Mangohaine von Anüpiya, wo er früher seinen 
Wagenlenker zurückgeschickt hatte, erhielt der Überlieferung nach 
seine Gemeinde eine sehr wichtige Vermehrung. Dort soll es ge 
wesen sein, daß seine Vettern Auauäaund vsvaäatta, sowie 
Auuruädlla und Upali in den Orden aufgenommen wurden. 
Ananda scheint zunächst dem Buddha nur als Begleiter gefolgt 
zu sein, ohne Mönch zu werden. Die jüngere Tradition sagt 
ausdrücklich, daß er erst im zwanzigsten Jahre der Lehrtätigkeit 
Buddhas von diesem fest angestellt wurde, und das stimmt zu den 
alten Texten. In einem alten Werke, den Tboragatliäo, „Lieder 
der Ältesten", sagt Anauäa selbst von sich, daß er erst 25 Jahre 
vor Buddhas Tode die Mönchsweihe empfangen habe. Das ist 
aber das zwanzigste Jahr der Lehrtätigkeit Buddhas. Aus dieser 
und ähnlichen Angaben ersieht man, daß der jüngeren Tradition 
nicht ohne weiteres jede Glaubwürdigkeit abzusprechen ist, da sie 
offenbar oft auf ältere Quellen direkt zurückgeht. Ananäa hat 
man den Johannes, Osvackatta den Judas Jscharioth des Bud- 
ARuG 109: Pischel, Leben und Lehre des Buddha. S. Aufl. 3
	        
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