Full text: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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aufrechtzuerhalten hätte.“ Dann streift mein Freund die 
allgemeine Entwicklung des Trustwesens: 
„ Durch die allmählich zunehmende Prosperität 
des Landes in Landwirtschaft und Gewerbe, gemehrt durch 
den Übergang zu kraftvolleren Handelsgesellschaftsformen, 
ohne die so große Unternehmungen, wie Bahnbauten, Er 
richtung von Dampfschiffahrts-Gesellschaften, Betrieb von 
Minen und andere, nicht hätten ins Werk gesetzt werden 
können, entstand naturgemäß eine ungewöhnliche Rivalität 
zwischen den in den gleichen Geschäftszweigen arbeitenden 
Interessenten, zumeist zum Schaden eines jeden der Be 
teiligten. Daher kam es, daß sich neue Gesellschaften bil 
deten, und daß Interessen-Kombinationen geschaffen wurden, 
die die ehemaligen Rivalen vereinigten. Ein eifersüchtiger 
und schädlicher Wettbewerb blieb trotzdem nicht aus; er 
steigerte sich derart und nach so vielen Richtungen hin, daß 
noch festere Gliederungen gefunden werden mußten. So 
war die Trustierung die fast naturgemäße Konsequenz in 
unserm Lande. Der Trust umfaßte das Ganze des betref 
fenden Geschäftszweigs oder einen Teil von beherrschender 
Größe, indem er den Kapitalstock der verschiedenen 
rivalisierenden Gesellschaften erwarb, die Konkurrenz aus 
schaltete und ein Monopol schuf — d. h. ein tatsächliches 
Monopol — in solchen Geschäftszweigen, in denen das 
Naturprodukt, wie Öl, Zucker, Tabak, das den Gegenstand 
der Trustierung bildete, leicht kontrolliert werden konnte. 
Der Erfolg dieser Trusts veranlaßte natürlich auch die 
Interessenten anderer Geschäftsgebiete, die schwer geschädigt 
waren durch die starke Konkurrenz und durch die großen 
Ausgaben, die bei gemeinschaftlichem Betrieb verringert 
oder gespart werden konnten, das Beispiel der großen 
Organisatoren des neuen Systems nachzuahmen und sich 
hierfür — sich der Judikatur des Landes anpassend — unter
	        
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