Full text : Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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darüber  geschrieben  wird,  liest,  so  versteht  man  es,  daß
die  große  Menge  der  Bevölkerung  zu  dem  Glauben  kommt,
die  Etablierung  der  Weltherrschaft  der  amerikanischen
Industrie,  wie  sie  auch  in  den  Absichten  der  Trusts  liegen
soll,  stände  unmittelbar  bevor
Der  Respekt  vor  der  deutschen  Arbeit  ist  hier
so  groß  wie  die  Bewunderung  für  die  Tatkraft  unseres
Kaisers;  das  ist  wahr  und  ehrlich  gemeint  und  empfunden. ­
  Mehr  als  einmal  hat  man  mir  gesagt:  »We
are  so  fond  of  him,  he  should  come  to  the  U.  S.!«
Und  die  das  sagten,  waren  nicht  Deutsche,  die  zwar  im
Auslande  gute  Amerikaner  geworden,  sondern  echte  und
rechte  eingeborene  Bürger  des  Landes.  »Die  Bewunderung
für  den  Kaiser,  die  in  der  überwiegenden  Mehrheit  des
amerikanischen  Volkes  *  lebendig  ist,«  so  äußerte  sich
der  Schiffbauer  Charles  H.  Cramp  zu  mir,  »bildet  ein
Kapital  für  die  Gestaltung  guter  Beziehungen  zwischen
Deutschland  und  den  Vereinigten  Staaten.  Das  Kapital
ist  vorhanden  —  es  wartet  nur  darauf,  daß  es  voll  nutzbar
gemacht  werde.«“
Einige  Monate  nach  den  Begebenheiten,  über  die  ich
vorstehend  berichtet  hatte,  hat  mich  unser  damaliger  Botschafter ­
  bei  dem  Präsidenten  Roosevelt  eingeführt.  Ich
will  nicht  die  auf  zahlreiche  Gebiete  sich  erstreckenden
Einzelheiten  unserer  gemeinsamen  Unterredung  mit  dem
Oberhaupt  der  Vereinigten  Staaten  wiedergeben.  Nur  eine
Anführung  sei  mir  gestattet  zum  Zeugnis  dafür,  daß  in
Amerika  an  bedeutsamster  Stelle  die  Auffassung  von
der  harmonischen  Ausgestaltung  der  Beziehungen  beider
Länder  geteilt  wird.  Präsident  Roosevelt,  der  bald
englisch,  bald  —  meisterhaft  —  deutsch  sprach,  unsere
Denker  und  Dichter  liebt,  ihre  vornehmlichsten  Werke
kennt,  das  Nibelungenlied  seinen  Kindern  wiederholt
            
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