38. Der Verkehr zwischen den Geldmärkten.
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zwischen denSparkassen bis 2%, aber nur wenige Grenzbewohner nützen
diesen Unterschied aus. Oer Einleger hat zu ausländischen Banken ent
weder kein vertrauen oder er kennt sie und ihre Bedingungen gar nicht.
Sparkassen und Kreditgenossenschaften üben selbst irn eigenen Land
außerhalb ihrer Provinz nur eine beschränkte Anziehungskraft aus, Ein
lagen aus dem Ausland heranzuziehen gelingt ihnen nur ausnahms
weise. Umfangreiche Reklame zur Werbung ausländischer Einlagen
schadet dem Kredit der Sparkassen und noch mehr dem der Kreditbanken.
Nationaler Gegensatz und Unkenntnis der Auslandsverhältnisse haben
zumeist die Hinterlegung von Einlagen selbst in jenen Zöllen verhindert,
wo ausländische Banken Zweigniederlassungen errichtet haben. Oie
deutschen und französischen Banken in London bekamen nur von den
deutschen und ftanzösischen Raufleuten, aber nicht vom englischen Pu
blikum Depositen und von den zahlreichen in Frankreich arbeitenden
Zremdbanken hat nur die belgische Society gönerale und vereinzelte
schweizer Institute Einlagen von Franzosen erhalten können. Oie Konto*
korrenteinlagen aber sind schon wegen der Art der Verfügung national
gebunden, da die Eröffnung eines Konto nur in jenem Lande zweck
mäßig ist, in welchem der Kontoinhaber Zahlungen zu leisten hat.
Mt Ausnahme weniger Großkapitalbesitzer, die mit Auslands
banken Fühlung unterhalten und die Schwankungen der Einlagever-
gütung verfolgen, führt das Publikum seine Mttel den nationalen In
stituten zu. von diesen arbeiten Sparkassen und Genossenschaften nur
in geringem Matz auf dem Geldmarkt. Oie Versicherungsgesellschaften
sind durch Gesetze zur Verwendung auf dem nationalen Markt verpflichtet.
Oie Hypothekenbanken, die ihre überschüssigen Mittel zum Teil auf
dem Geldmarkt anlegen, sind in manchen Reichen durch Gesetz national
gebunden und kennen auch bei gesetzlicher Freiheit zu wenig die Ein
richtungen der ftemden Märkte um sich dort zu betätigen. Staats
institute wie die Postsparkassen und Postscheckämter, die preußische See
handlung und die französische Caisse de depots arbeiten ausschließlich
auf dem heimischen Markt, von den Guthaben ausländischer Staaten
ist ein Teil durch Anleihensverträge, ein anderer durch Währungsrück
sichten an einen bestimmten Markt gebunden.
Es bleibt somit zur Wanderung von Land zu Land nur ein Teil
der Gelder der Kreditbanken übrig. Oie Kreditbanken verwenden auf
dem Geldmarkt im engeren Sinn jene Quote ihrer ftemden Gelder,
die sie in liquidester weise anlegen wollen. Oa die Geldmarktanlage
das wichtigste flüssige Aktivum der Kreditbanken ist, kann nur ein Teil
der hiefür verfügbaren Mittel im Ausland verwendet werden, da sonst