Vorwort
Als ich mich im Frühsommer des Jahres 1901 entschlossen
hatte, aus eigener Wahrnehmung das Land unseres
größten Wettbewerbers auf dem Weltmarkt kennen zu
lernen, gab ich dem Staatssekretär des Innern, Staatsminister
Dr. Grafen von Posadowsky-Wehner, hiervon sowie von
meiner Absicht Kenntnis, in der Union solche Fragen zum
Gegenstand besonderer Studien zu machen, die für die Verkehrsbeziehungen
zwischen Deutschland und den Vereinigten
Staaten von Bedeutung sind oder werden können. Der
Staatssekretär erklärte, dieses Vorhaben gern zu fördern;
er ordnete die Formulierung verschiedener Fragen an und
stellte mir anheim, diejenigen auszuwählen, die mir für
eine Berichterstattung geeignet erschienen. Zugleich war
Graf Posadowsky damit einverstanden, daß ich das Hauptgewicht
auf die Erörterung der allgemeinen ökonomischen
Verhältnisse in der Union legen dürfe, unter besonderer
Beachtung der für die Regelung des deutsch-amerikanischen
Güteraustausches wichtigen Momente. Der Abreise ging
meine Berufung in den „Wirtschaftlichen Ausschuß zur
Vorbereitung und Begutachtung handelspolitischer Maßnahmen“
durch Erlaß des Reichskanzlers voraus. Der
Kaiserliche Botschafter in Washington sowie die Kaiser