Full text : Staatspapierkurs und Versicherungsgesellschaften

Kap.  VII.  Bereich  der  staatlichen  Maß*
nahmen  für  eine  Besserung
der  Rentenkurse.

l§8ie  eben  gemachten  Ausführungen  zeigen,  daß  die  Be-Strebungen,
  die  Versicherungsgesellschaften  zum  Ankauf
  von  Staatspapieren  in  bestimmter  Höhe  zu  zwingen, ­
  den  erwarteten  Erfolg  nicht  haben  können,  dagegen  das
deutsche  Versicherungsgewerbe  und  damit  die  ganze  deutsche
Volkswirtschaft  schwer  schädigen  müssen.  Von  einer  derartigem
Maßnahme  muß  daher  ebenso  sehr  aus  nationalen,  wie  aus
Billigkeitsgründen  abgesehen  werden.  Fühlen  sich  die  Regierungen, ­
  obwohl  es  durchgreifende  Mittel  zur  Besserung  der  Staatspapierkurse ­
  nicht  gibt,  gleichwohl  verpflichtet,  Schritte  hierfür
zu  unternehmen,  so  dürfen  diese,  da  sie  keinerlei  Aussicht
auf  irgendwelchen  Erfolg  haben,  keine  wirtschaftlichen  Schädigungen ­
  für  irgendwelche  Erwerbs  zweige  in  sich  schließen.  Demnach ­
  komjmt  lediglich  in  Frage,  die  Staatsanleihen  mit  gewissen
Vorrechten  vor  anderen  Wertpapieren  auszustatten,  ihren  Ankauf
zu  erleichtern,  das  Interesse  der  kapitalbesitzenden  Bevölkerungskreise ­
  für  diese  Effekten  stärker  anzuregen,  Fehler  bei
der  Begebung  zu  meiden,  eine  energische  Tilgungspolitik  zu
treiben  und  Konvertierungen  zu  unterlassen.
Die  Nachfrage  nach  Staatspapieren  könnte  etwa  dadurch
erhöht  werden,  daß  sie  in  steuerlicher  Beziehung  bevorzugt
würden,  vor  allem  kämen  Bevorzugungen  der  Staatsanleihen  hin-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.