Full text: Staatspapierkurs und Versicherungsgesellschaften

!) a. a. O. S. 1. 
Kap. II. Vergleich des Kursstandes der 
Staatspapiere der verschiedenen Kultur* 
Staaten. 
■ ei sorgfältiger Betrachtung der Kursfrage erkennt man 
zunächst, daß der ziemlich starke Rückgang des Kur 
ses der Staatspapiere nicht nur in Deutschland, sondern 
in nahezu allen Kulturländern beobachtet werden kann. Nach 
Schwarz 1 ) betrugen die Durchschnittskurse: 
1879 1897 (1911, 22. Sept.) 
der franz. 3% Rente 80,02 103,33 93,85 
der englischen „Goschens“ (3% 
seit 1888 2 3 /4%, seit 1903 2V a %) (1887:95,55) 112,40 76,87 
3% Reichsanleihe (1890:87,05) (1896:99,22) 82,40 
3% pr. Konsols (1880:86,60) 0896:90,38) 82,20 
Hieraus folgt, daß die Differenz zwischen den Höchstkursen 
Mitte der 90iger Jahre und den Kursen im September 1911 
sich bei der französischen Rente auf rund ll°/o, bei den 
30/oigen deutschen Anleihen auf 18o/o, bei den englischen Kon- 
sols auf fast 37o/o stellte. Wenn man in Betracht zieht, daß 
die englischen Konsols 1897 nodh 2 3 / 4 o/o Zinsen brachten, so 
bleibt trotzdem ein Kursrückgang von annähernd 27o/ 0 be 
stehen. Ähnliche Rückgänge zeigen die österreichischen, 
holländischen, belgischen, schweizerischen, schwedischen, nor 
wegischen und dänischen Staatsanleihen. Es ist mithin durch
	        
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