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gen. Am besten geschützt gegen die Zufälligkeiten der Konjunktur
war die Weberei und die mit ihr verwandten Gewerbe, denn der
Zoll war so hoch bemessen, daß er für die gröberen Gewebe gerade
zu prohibitiv wirkte.
Einige Zahlen mögen als Beleg für die geschilderte Entwick
lung dienen und gleichsam erst das rechte Licht über vorstehende
Schilderung verbreiten.
Die Anzahl der Spindeln im Zollverein betrug nach Dieterici 1 )
im Jahre 1840 658 358; davon entfielen auf das Königreich Sachsen
370805, auf Preußen 153497, ferner auf Bayern 40000, auf Baden
38000 und auf Württemberg 33000. Fünf Jahre später wurde bei
den Verhandlungen Industrieller in Berlin die Spindelzahl auf 815000
angegeben, indessen ist diese Zahl zu hoch gegriffen. Nach Dieteri-
cis Berechnung stellt sie sich nur auf 750298, von denen auf Sachsen
allein 474998 kommen 2 ). Die Produktion von Garn, die nur auf
rechnerischem Wege geschätzt werden konnte, betrug pro anno:
im Durchschnitt der Jahre Zentner
1837—1839 129906
1840—1842 176 524
1843 — 1845 221 552 3 )
Die Bedeutung dieser Zahlen tritt erst recht hervor, wenn wir das
Verhältnis kennen, in welchem die inländische Produktion zu dem
inländischen Garnbedarf steht; dies können wir aber leicht daraus
ermessen, wie der Anteil des importierten ausländischen Garnes an
ebendemselben Garnkonsum ständig zurückgeht. Dieterici gibt an
derselben Stelle wie oben 4 ) eine Tabelle an, nach der im dreijährigen
Durchschnitt pro anno betrug:
1. Garn
einfuhr
2. Garn-
ausfuhr
3. Mehr
einfuhr
4. Garn
verbrauch.
Zentner
Zentner
Zentner
Zentner
1837—1839
366065
52 627
313 798
443 704
1840—1842
453 841
52 968
400 873
577 397
1843-1845
462 372
45 370
417 002
■ 638 554
1846—1848
459 706
40 768
418 908
638 378
1849—1853
492 817
32 618
46019g
767184
1) F. W. Dieterici, Statistische Übersicht der wichtigsten Gegenstände des Ver
kehrs und Verbrauchs im preußischen Staat und im deutschen Zoilverband, Berlin 1838;
mit fünf Fortsetzungen, i84l —1857, II. Forts., S. 34 1 *
2) C. F. W. Dieterici, a. a. O. IV. Forts., S. 365.
3) Ebenda, V. Forts., S. 553. Dieterici berechnet diese Zahlen, indem er 20 °/ 0
der Mehreinfuhr von Rohbaumwolle als Spinnabfall und 1 / 11 als Abgang zur Wattefabrikation
m Abzug bringt.
4) A. a. O. V. Forts., S. 553 u. 554.