Full text : Zur Entwicklung der Baumwollindustrie in Deutschland

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Rechnet  man  dazu  die  Werterhöhung  in  selbständigen  Veredelungsbetrieben ­
  und  in  der  Hausindustrie,  so  ergibt  sich  als  Gesamtwert ­
  rund  700  Mill.  M.,  d.  h.  mit  anderen  Worten:  die  garnverbrauchende
  Industrie  zahlt  an  Löhnen,  Produktionskosten,  Unternehmergewinn ­
  etc.  345  Mill.  M.  (700  minus  355  Milk),  d.  i.  dreieinviertel ­
  mal  soviel  als  die  Spinnerei.
Speziell  für  Baumwollgarn,  soweit  es  zum  Weben  gebraucht
wird,  wurden  bei  Gelegenheit  jener  Enquete  folgende  Daten  festgestellt: ­


Nummer  (englisch)

Produktion
(Doppelzentner)

Einfuhr
in  dz

Ausfuhr
in  dz

Verbrauch
in  dz

Anteil  der
Einfuhr  am
Verbrauch
in  %

bis  No.  17

989  721

18  791

21830

986  682

i.9

über  No.  17  bis  No.  45

1  303  175

142  876

15  624

1430427

10,0

»  »  45  >>  >.  60

23  299

42  331

1646

63  984

66,2

„  „  60  ■,  79

7  373

28  401

668

35

80,9

„  79

2  422

23  309

2  461

23  270

100,2

Sa.

2  325  990

255  708

42  223

2  539  469

10,07

Auch  diese  Tabelle  bedarf  vielleicht  insofern  einer  Ergänzung,
als  der  Wert  der  einzelnen  Nummergruppen  noch  nicht  bekannt  ist.
Wir  können  denselben  nur  annähernd  bestimmen,  indem  wir  die  „Einheitswerte“ ­
  der  Handelsstatistik  zugrunde  legen.  Wir  gelangen  zu
folgenden  Resultaten;

Nummer  (englisch)

Einheitswert
pro  dz

Wert  der  Produktion
in  Millionen  M.

bis  No.  17

130  M.

128,7

No.  18  bis  No.  45

160  ,,

208,5

„  46  „  ..  60

230  ..

5,5

„  61  „  „  79

320  „

2,4

über  No.  79

5 10  ..

1,2

Daß  dieses  Resultat  (Gesamtwert  346,3  Mill.  M.)  nicht  mit  dem
der  Enquete  übereinstimmt,  liegt  daran,  daß  die  „Einheitswerte“  von
Sachverständigen  berechnete  Durchschnittswerte  sind.  Die  absolute
Richtigkeit  obiger  Zahlenangaben  steht  dahin.  Es  möchte  beispielsweise ­
  zu  bezweifeln  sein,  daß  von  Garn  über  79  mehr  exportiert
wurde,  als  produziert  worden  ist.  Es  bleibt  freilich  die  Möglichkeit,
daß  von  dem  importierten  Garn  ein  Teil  veredelt  und  in  dieser  neuen
Gestalt  wieder  exportiert  worden  ist,  denn  seit  1897  wird  ja  der  Veredelungsverkehr ­
  zum  Spezialhandel  gerechnet.  Die  handelsstatistischen
Nachweise  entbehren  in  jener  Richtung  noch  der  vollen  Zuverlässig-4*

            
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