Full text : Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

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vom  Lande  zu  tragende  Verlustquote  den  Gläubiger  trifft  und
von  schuldnerischer  Seite  zwar  kein  Gewinn,  aber  auch  kein
Verlust  zu  verzeichnen  ist,  wird  hier,  wo  es  in  der  IMacht
des  Gläubigers  steht,  Zahlung  in  einem  anderen  Metalle  auszubedingen, ­
  der  Verlust  vom  Schuldner  zu  tragen  sein.  Dieser
wird  ein  CapitaMn  Händen  haben,  dessen  Werth  sich  nachträglich ­
  vermindert,  und  wird  doch  nachträglich  die  Zinsen
in  unverminderter  Höhe  bezahlen  müssen.
Dies  gilt  für  jene  Schuldner,  die  Zahlung  in  jenem  Metalle
versprechen  und  leisten  müssen,  welches  der  auswärtige  Gläubiger
haben  will.  Zwar  tritt  auch  hier  schon  das  IMomcnt  hinzu,  dass
die  Beschaffung  des  gewünschten  IMünzmetalles  von  Fall  zu  Fall
mit  Kosten  verbunden  sein  wird,  und  es  ergibt  sich  daher
schon  daraus,  dass  die  österreichischen  Schuldner  mehr  verlieren ­
  werden  ,  als  die  Coursdifferenz  zwischen  Gold  und  Silber,
nämlich  überdies  noch  Fracht-,  Präge-  und  Commissionskosten  für
die  Umwandlung  ihres  Silbers  in  deutsches  Gold  (gleichwie
bei  den  alten  Schulden  die  auswärtigen  Gläubiger  um  den
Betrag  dieser  Kosten  mehr  als  die  Coursdifferenz  verlieren).
In  Wahrheit  aber  ist  es  den  meisten  Schuldnern,  die  neue
Contracte  mit  dem  Auslande  eingehen  wollen,  gar  nicht
möglich,  Zahlung  in  einem  anderen  als  in  ihrem  eigenen  Währungsgelde
  zu  leisten  oder  auch  nur  zu  versprechen.  Sie
müssen  vom  Gläubiger  das  Zugeständniss  fordern  ,  dass  dieser
auch  bei  neuen  Contracten  Zinsen  nnd  Capital  in  Silber  zurückempfange. ­
  Ob  ihnen  nun  dieses  Zugeständniss  vom  Gläubiger
direct  oder  durch  Vermittlung  in-  oder  ausländischer  Banipiiers
gewährt  wird,  ist  im  Effecte  ganz  gleich,  ln  allen  diesen
Fällen  wird  ausser  der  thatsächlich  bestehenden  Coursdiflerenz
zwischen  Gold  und  Silber  und  ausser  dem  Aufschläge  für
Umwandlung  des  Silbers  in  Gold  auch  noch  ein  neuerlicher  Aufschlag ­
  gefordert,  der  die  Versicherungsprämie  für  alle  hinkünftig ­
  möglichen  Schwankungen  der  Edelmetallpreise  darstellt.
Alle  diese  Kosten  und  Sporteln  werden  zum  Zinsfusse  dazugeschlagen ­
  und  die  Folge  davon  ist,  dass  nunmehr  alle
Schuldner  des  Landes  ihr  Geld  entsprechend  vertheuert  in
Händen  haben.  Dass  diese  Erhöhung  des  Zinssatzes  aller  vom
Auslande  erforderlichen  Capitalien  auch  auf  den  inländischen
Zinsfuss  zurückwirken  muss,  und  daher  implicite  eine  Mehr-
            
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