Object : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Körner  und  Melde  der  Getreidearten  und  Hülsenfrüchte.

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Der  fertiggestellte  Teig  wird  in  eine  aus  starkem  Messingblech  hergestellte
Backkapsel  gefüllt,  welche  aus  einem  annähernd  60  mm  weiten  und  ebenso  hohen
Zylinder  mit  beiderseits  ebengescldiffenem  Eande  besteht;  als  Deckel  und  Boden
dient  je  eine  etwas  größer  bemessene  ebengeschliffene  Scheibe.  Nachdem  der  Teig
mittels  eines  kleinen  Mörserpistills  mäßig  fest  eingedrückt  ist,  wird  er  bei
offener  Kapsel  2  Stunden  in  einem  Trockenschrank  bei  30°  dem  Aufgehen  überlassen, ­
  darauf  die  betreffende  Kapsel  rasch  mit  dem  zugehörigen  Deckel  und  Draht-Verschluß
  versehen  und  20  Minuten  lang  in  einem  inzwischen  bereits  auf  250°  erwärmten ­
  Olbade 1 )  ausgebacken.  Man  nimmt  die  Backkapseln  rasch  heraus,  läßt
sie  erkalten,  schiebt  das  Gebäck  heraus  und  ermittelt  das  Volumen,  wie  folgt:
Ein  zylinderförmiges  Glasschälchen  mit  ebengeschliffenem  Bande  und  so  groß,
daß  beim  Einbringen  des  größten  Probegebäckes  allerseits  noch  8—10  mm  Spielraum ­
  verbleibt,  wird  unter  behutsamem  Einrütteln  mit  Glasperlen  bis  zum  Überln
 " J 'en  angefüllt,  der  Überfluß  mit  einem  glatten  Stäbchen  abgestrichen  und  der  Inhalt

lauf.

m

einen  graduierten  Zylinder  gebracht,  indem  man  vorsichtig  rüttelt  und  aufstößt,
aus  Nachdem  so  mehrmals  der  Inhalt  des  Glasschälchens  ermittelt  ist,  gießt  man
dem  Zylinder  so  viel  Glasperlen  in  das  Glasschälchen,  daß  dessen  Boden  etwa
* 10c h  damit  bedeckt  ist;  darauf  drückt  man  das  Brötchen  sanft  ein,  füllt  den
o-? 1  bleibenden  Baum  unter  leichtem  Bütteln  wie  vorhin  ganz  mit  Glasperlen  aus,
und  ( ^ 6  ^gestrichenen,  überschüssigen  Glasperlen  wieder  in  den  Zylinder  zurück
im  r, er ^hbrt  das  Volumen  des  Gebäckes  aus  der  Differenz  des  Glasperlenvolumens
ylinder  vor  und  nach  dem  Versuch.
schied  ® an g®l  an  diesem  Verfahren  wird  bezeichnet,  daß  dabei  nicht  das  bei  veri
  enen  Mehlsorten  höchst  verschiedene  Vermögen  der  zur  Teigbildung  erforderlichen
keit  eiau t na hme,  worin  seitens  der  Müller  und  Bäcker  das  Hauptmerkmal  der  Backfähiggesucht ­
  wird,  Berücksichtigung  findet.
kit Ze  '''  Lieberlnann 3 )  benutzt  wiederum  die  Dehnbarkeit  des  Klebers  beim  Er-Y
 e  ,  zur  Bestimmung  der  Backfähigkeit  der  Mehle,  wendet  aber  ein  etwas  anderes
T , ren  ;lr| .  indem  er  das  Volumen  des  e-ebackenen  Klebers  in  ähnlicher  Weise
" le  XL  K

indem  er  das  Volumen  des  gebackenen  Klebers  in  ähnlicher  Weise
reusler  für  das  gebackene  ganze  Mehl  bestimmt.  20  g  Mehl  werden

mit  io  cut,ler  tur  das  gebackene  ganze  Mehi  bestimmt.  20  g  Mehl  werden
Wasch»  CCm  £ esa, Xtigtera  Gipswasser  eingeteigt,  der  Kleber  sorgfältig  unter  Ausöibadg
 611  ^ esamm elt,  in  eine  durchlöcherte  Metallkugel  gebracht,  diese  in  einem
Weiter  lU ^.  *^°  ei- hitzt  und  von  der  Kleberkugel  das  Volumen  bestimmt.  Des
die  (> ( V U  S<d  a ul  das  Original  verwiesen;  ebenso  auf  eine  Arbeit  von  Th.  Kosutäny, 8 )
•  e  des  Weizenmehles  durch  den  Festigkeitsprüfer  von  Eejtö  zu  ermitteln.
Von  ü  ‘  ‘ > _ e Hnick 4 )  hat  ein  dem  Kreuslersehen  ähnliches  Backverfahren  mit  dem
0,6  p  v  e B>gerichteten  Apparat  „Artopton“  vorgeschlagen,  indem  er  30  g  Mehl,
in  Kuo.  'J trdurD X tar ‘I)°nat  und  1,0  g  Weinstein  mit  18,20  oder  22  ccm  einteigt,  diese
0.  und  darauf  in  dem  Apparat  mit  11  ccm  Spiritus  erhitzt.
Verseili  i  ^ at  aber  Sauden,  daß  auch  dieses  Verfahren  die  Unterschiede  in  der
Auch  p  p 6n  Backfähigkeit  der  Mehle  nicht  scharf  genug  hervortreten  läßt,
eine  Bel  Iwanow 0 )  spricht  dem  Artopton,  ebenso  dem  Farinometer  von  Kunis,
'  -  eutung  für  die  Beurteilung  der  Backfähigkeit  der  Mehle  ab.
von  c  pBas  Ölbad  wird  von  Mechaniker  Wolz  in  Bonn,  die  anderen  Teile  des  Apparates
2\  ® r  a rdt  daselbst  geliefert.
3\  j 61  s<dlr -  X  Untersuchung  d.  Nahrungs-  und  Genußmittel  1901,  4,  1009.
4  vT 11 ,  f '  Landwirtschaft  1903,  51,  331.
6\  pk*  S ,  '  L  Untersuchung  d.  Nahrungs-  und  Genußmittel  1899,  2,  875.
)  Ebenda  1902,  5 ,  449.
)  Menda  1902,  5,  666,
            
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