Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Mikroskopische  Untersuchung.  Spelzweizen.

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21—27  ß,  an  der  Basis  B4—42  /x,  der  Durchmesser  der  kleinsten  Haare  16—28  /x,  Dicke  der
Wand  8  /x,  Weite  des  Lumens  1,6—6,6  fx.  Dagegen  gehen  nach  Hauptfleisch  (1,  c.)
wichtige  Unterscheidungsmerkmale:
1.  Die  Längszellen.  Während  nämlich  die  Längszellen
getüpfelt  sind  und  die  Wandverdickungen  zwischen  den  Tüpfeln
scheinen,  sind  die  Tüpfel  beim  Nackt-  und  Spelzweizen  viel  stärker,

des  Roggens  schwach
im  Profil  rundlich  erdie
  Wandverdickungen

erscheinen  im  Profil  rechteckig  oder  doch  scharfeokig  und  ziemlich  geradlinig  kouturiert.
Das  tritt  besonders  auffällig
hervor,  wenn  man  diese  Zellen,
deren  Wände  sehr  quellungsfähig ­
  sind,  mit  verdünnter  Kalilauge ­
  behandelt.
2.  Die  Quer-  oder
G  ü  r  t  e  1  z  e  11  e  n  (Pig.  66,  S.  300).
Die  Querzellen  des  Dinkels  sind
länger  als  die  des  Roggens
und  auch  meist  länger  als  die
Längszellen,  zu  deren  Längsrichtung ­
  sie  senkrecht  verlaufen; ­
  sie  sind  meistens  noch
stärker  getüpfelt  als  die  des
Weizens  und  stoßen  mit  Schmalseiten ­
  fest  aneinander,  ohne
Interzellularräume  —  oder  doch
nur  in  Spuren  —•  im  Gegensatz
zu  Roggen  zu  bilden.  Die
Querzellen  des  Emmers  und
Einkorns  (Pig.  57,  S.  300)  sind
dagegen  zarter,  zeigen  keine
80  deutliche  Tüpfelung  als  die
des  Weizens,  während  ihre
Längszellen  sehr  stark  getüpfelt
81 ud.  Sie  gleichen  daher  in
dieser  Hinsicht  den  Querzellen
des  Roggens,  sie  haben  aber
zum  Unterschiede  von  letzterem
Leine  Interzellularräume  oder
diese  sind  doch  auf  ein  Mindestmaß ­
  beschränkt.
3.  Die  Aleuronkörners
 °hicht.  Die  Zellen  der
Aleuronschicht,  die  aber  keinen
auswaschbaren  Kleber  liefern,
8 'ud  nach  v.  Höhnel  im  allgemeinen ­
  und  stets  größer  —  Breite  der  Zellen  37  bis  50  fx,  Durchmesser  der  Proteinkörner
L'I  bis  4,2  fi  —■,  als  die  der  anderen  Getreidearten,  was  aber  Hauptfleisch  bei  einem
"Mgleiohsweise  angebauten  Theiß-Weizen  nicht  bestätigt  fand.  Dagegen  geben  nach
Hauptfleisch
T  4.  die  Zellenelemente  der  Spelzen  und  Klappen  ein  vorzügliches  Mittel  zur
Merscheidung;  dieses  ist  um  so  wichtiger,  als  sich  Teile  dieser  Bestandteile  nicht  nur  in  den
leien  und  Futtermehlen,  sondern  auch  in  den  reineren  Mehlen  in  geringer  Menge  finden
""erden.  Der  Querschnitt  der  inneren  oder  Vorspelze  zeigt  durchweg  3,  zuweilen  4,  zuweilen
auch  nur  2  Zellreihen,  die  alle  ziemlich  dickwandig  und  ziemlich  langgestreckt  sind;  an  diese
o  zt  sich  die  äußere  oder  Deckspelze  an,  welche  wesentlich  mannigfaltiger  gebaut  ist  als
16  Vorspelze,  und  auch  andere  Elemente  aufweist,  als  diese.  Die  kennzeichnenden  Zellen
ter  ^ or_  und  Deckspelze  sind,  von  der  Fläche  gesehen,  folgende;

Fig.  58.  Dinkel.
Innere  Epidermiszellen
der  Vorspelze,  von  der
Fläche  gesehen.
Vergr.  160.  (Seibert
Ok.  I,  Obj.  III.)  Nach
Hauptfleisch.

Fig,  69,  Einkorn.  Schwammparenchymzellen
  aus  der  Vorspelze,
von  der  Fläche  gesehen.  Vergr.  220.
(Zeih  Ok.  II,  Obj.  F.)  Nach
Hauptfleisch.
            
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