Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Untersuchung  der  Mineralhöden.

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iipr  iedesmaligen  Lufttemperatur
im  Verlaufe  von  einigen  Tagen  unter  Beohac  i  '  er anderungen  ermittelt,  bis
werden  durch  mehrfache  Wägungen  die  etwaigen  irei  Ueibt .  Durch  Trocknen
das  Gewicht  hei  ziemlich  gleicher  Temperatur  as  o el  V  ; scbes  oder  mechanisch  ahder
  Probe  hei  100«  erfährt  man  sodann,  wievxel  hygroskopi.
sortiertes  Wasser  der  Boden  im  lufttrocknen
Zustande  hei  mittlerer  Temperatur  zurückzuhalten
  vermag.  Von  Interesse  wird  es
auch  sein,  das  Verhalten  des  lufttrocknen
Bodens  heim  Trocknen  über  Schwefelsäure
(unter  der  Glasglocke),  sowie  hei  mäßig
erhöhter  Temperatur,  unter  dem  Einfluß  des
direkten  Sonnenlichtes,  öder  besser  auf  die
Weise  zu  ermitteln,  daß  man  die  Gewichts-  ,
abnahme  bei  künstlich  erhöhter,  aber  gleichmäßig ­
  andauernder  Lufttemperatur,  z-  B.
bei  20°,  bei  30°  und  bei  40°  genau  beobachtet. ­

Zu  einem  ähnlichen  Ergebnis  bei  vergleichenden ­
  Untersuchungen  wird  man  gelangen, ­
  wenn  man  die  abgewogene  Bodenprobe ­
  in  dem  Zinkkästchen  zunächst  bei
100°  oder  über  Schwefelsäure  austrocknet
und  dann  die  Gewichtszunahme  beobachtet,
welche  bei  mittlerer  Lufttemperatur  durch
Absorption  von  Feuchtigkeit  aus  der  umgebenden ­
  Luft  bedingt  ist.
Bei  ziemlich  "gleichem  Humusgehalt
verschiedener  Bodenarten  steht  die  Menge  es
absorbierten  und  von  dem  lufttrocknen  B° (  en
zurückgehaltenen  Wassers  im  nahen  Zusammenhänge ­
  mit  der  Menge  des  vorhandenen
Tones.  Durch  Zunahme  der  Humussuhstanz
erhöht  sich  die  in  Bede  stehende  Eigenschat
des  Bodens  beträchtlich,  so  daß  ein  humusreicher ­
  Sandboden  oft  ebensoviel  und  mehr
Feuchtigkeit  im  lufttrocknen  Zustande  zurüc
hält,  als  ein  humusarmer  Tonboden.  Die  Mengen
der  von  verschiedenen  Bodenarten  hei  gleio  er
Lufttemperatur  absorbierten  oder  zurückgehaltenen ­
  Feuchtigkeit  schwanken  sehr  bedeutend
und  bewegen  sich  im  allgemeinen  in  en
Grenzen  von  0,6  und  7  °/ 0  des  wasserfreien
Bodens.  Beim  Trocknen  über  Schwefelsäure  bei
gewöhnlicher  Temperatur  bedarf  es  einer  Zei
von  4-7  Tagen,  bis  ein  gleiclihleihendes  rlust  ist  dann  um  0,2—l,ö°/o  S enng  ’
wicht  eintritt,  und  der  stattgefundene  Go  ,  _
als  wenn  das  Trocknen  hei  100°  vorgenommen  mit  Wasserdampf  gesättig
b)  Der  lufttrockne  Boden  vermag  m  einem  ^J^uchtigkeit  aufzunehmen.
Baum  bei  gleicher  mittlerer  Temperatur  n  lufttrockne  Probe  von  a
Um  hierüber  Auskunft  zu  erhalten,  wird  Boden  mit  Wasser
in  dem  flachen  Zinkkästchen  über  ein  e  luftdicht  abgeschlossen.  a
bedeckt  ist.  und  das  Ganze  mittels  einer  Glasglocke

Fig.  11.
Apparat  zur  Bestimmung  der  Filtrationsfähigkeit ­
  des  Bodens.
            
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