Full text: Großhandel und Industrie optisch-photographischer Bedarfsartikel

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3812 dz im Werte von 596 000 M gegen 
2299 dz im Werte von 414 000 M> im Vorjahre. 
Dabei ist jedoch zu bemerken, daß es sich vielfach um deutsche 
Präparate handelt, die recht oft nach dem Auslande gingen, um von 
dort in entsprechender Aufmachung als ausländische Produkte wieder 
in Deutschland eingeführt zu werden. Die Ausfuhr dieser photo 
chemischen Erzeugnisse stieg von 20 620 dz im Werte von 7 367 000 
Mark im Jahre 1912 auf 27 695 dz im Werte von 7 949 000 Mi im 
Jahre 1913. 
Es gingen nach: ■ , 
1913 1912 
Belgien 
. 1031 dz 1037 dz 
Frankreich 
. 4046 
2323 „ 
Großbritannien .... 
. 2491 
„ 1686 „ 
Italien 
. 704 
501 „ 
den Niederlanden .... 
. 1639 
„ 1023 „ 
Oesterreich-Ungarn . . . 
. 2749 
„ 1817 „ 
Rußland 
. 2115 
„ 2029 „ 
der Schweiz 
. 2461 
„ 2168 „ 
Spanien - 
. 687 
„ 508 „ 
Japan 
. 53'7 
„ 464 „ 
den Vereinigten Staaten . 
. 5521 
3927' „ 
Es war also vor dem Kriege in allen Ländern eine zum Teil 
recht erhebliche Zunahme der deutschen Einfuhr optisch-photographi 
scher Artikel zu verzeichnen. Einer Gesamtausfuhr im Werte von 
rund 37 955 000 M im Jahre 1912 stand im Jahre 1913 eine Ge 
samtausfuhr im Werte von 47 823 000 M gegenüber. Dabei ist die 
Film-Ein- und -Ausfuhr, die in der Hauptsache in belichteten kinemato- 
graphischen Filmen bestand, nicht berücksichtigt worden, weil sie für 
den eigentlichen Konsum an optisch-photographischen Artikeln nicht in 
Betracht kommt. Da nun höchstens die Hälfte der deutschen Produk 
tion vor dem Kriege in Deutschland blieb, so ergab sich für den deut 
schen Konsum einschließlich des Imports eine Gesamtsumme von rund 
53 Millionen Mark. Unzweifelhaft wird es bei der großen Neu 
orientierung nach dem Kriege auch gelingen, hier genauere Zahlen 
zu ermitteln. Von Wichtigkeit wird es besonders sein, wie weit sich 
die Zahlen des Imports ändern. Denn wenn auch die Konsumenten, 
die früher glaubten, ohne einige ausländische Fabrikate nicht auszu 
kommen, sich jetzt an die deutschen Erzeugnisse gewöhnt und ihre Güte 
anerkannt haben, so wird doch nach dem Kriege wieder die ausländische 
Konkurrenz, die ja, wie nicht bestritten werden kann, auf einzelnen 
Gebieten sehr leistungsfähig ist, wieder auf dem deutschen Markte 
erscheinen. Eine erhebliche Zunahme des deutschen Exports ist erst 
dann zu erwarten, wenn der ausländische Markt ihr wieder offen steht.
	        
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