Object: Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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und ähnlichen Schiefern, aus denen die Salzquellen entspringen und die 
ähnlich wie die ganze Ausfüllung des oberen Raba- und Skawa-Thales 
sehr jung zu sein scheinen. 
Erst weiter in W. bei Jordanow kommen wir auf einen anderen 
Ropianka-Aufbruch, dessen Schichten anfangs in h 1 streichen, später aber 
bei Osielce sich regelmäßig gegen h 8—9 wenden. 
In der letztgenannten Localität ist ein massiger Sandstein entwickelt, 
den man in den Ostkarpathen ohne Bedenken als Jamna-Sandstein erklären 
würde, und der trotzdem hier zweifellos dem Eocen angehört, da er das 
Hangende der rothen Thone mit Nummuliten bildet. 
Weiter bis nach Makow und Sucha dominirt im ganzen Terrain 
der einförmige eocene Sandstein, und erst in Kukow sieht man eine größere 
Mannigfaltigkeit, nämlich: 1. Die rothen Thone mit glasigen Sandstein, 
darauf 2. Menilit-Schiefer, und endlich 3. grobkörnige Sandsteine. Das 
selbe wiederholt sich fortwährend bis nach Saybusch, und erst auf der 
Chaussee von Saybusch nach Jstebna, unweit von der Ortschaft Radzie- 
chowa, sieht man folgendes: 
An der Stelle, wo sich die Straße nach Wtzgierska gürka wendet, be 
obachtet man (unweit von der unteren Brücke über den Solafluß) bläu 
lichgraue Sandsteine, die in große Platten gebrochen werden. Darunter 
erscheinen schmutziggraue Thonschiefer (F: S.), die langsam in hornstein 
reiche Menilit-Schiefer übergehen, worauf Schiefer mit Hieroglyphen 
sandsteinen folgen; bis endlich die rothen Thone mit dem nummuliten- 
führeuden Sandstein das Liegende des ganzen Schichtencomplexes bilden. 
Die nummulitenführenden Schichten in den rothen Thonen sind bei der 
Telegraphenstange Nr. 721 (oder der Brücke Nr. 66) ausnehmend schön 
entwickelt. 
Die Fortsetzung dieses Durchschnittes finden wir etwas höher in 
einem kleinen Bach, der die Chaussee durchschneidet und in den Sola-Fluß 
mündet. Wir sehen hier nämlich unter den rothen Thonen und Nummu- 
liten-Schichten die strzolkaartigen Ropianka-Schichten, die hier einige 
Naphta-Spuren zeigen und die einen kleinen mantelförmigen Aufbruch 
bilden, so daß das Fallen der Schichten zuerst südlich, weiter aber am 
Walde nördlich ist. 
Ca. i/g km davon zeigen sich hier die Teschnerkalke vielfach durch 
Teschenite durchbrochen. 
Im Sola-Flusse sind an der oberen Brücke bituminöse Sandsteine 
mit Hieroglyphen anstehend, das Hangende derselben bilden die Menilit- 
Schiefer, noch höher zeigt sich der Magura-Sandstein. 
In Milöwka nahe an der Wendung der Straße nach Kamesznica
	        
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