Contents : Das Geldwesen Frankreichs zur Zeit der ersten Revolution bis zum Ende der Papiergeldwährung

3.  DER  INTERVALUTARISCHE  KURS.

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Es  sollten  2  Milliarden  400  Millionen  dieser  mandats  geschaffen ­
  werden  und  ihnen  sofort  als  Unterlage  2  Milliarden
400  Millionen  Güter  nach  der  Schätzung  von  1790  gegeben
werden  („affecte“).  Demnach  konnten  diese  mandats  keine
anderen  Schwankungen  erleiden,  als  die  der  Güter  selbst,  da
sie  eine  bestimmte  Menge  Güter  repräsentierten.  Sie  könnten
sieh  allerdings  nicht  mit  dem  Hartgeld  auf  „Pari“  befinden,
denn  die  Güter  waren  nicht  wert,  was  sie  ira  Jahre  1790  galten;
aber  sie  mußten  den  gleichen  Wert  haben  wie  die  Güter  (mais
ils  devaient  avoir  la  valeur  racme  des  biens).
Im  gleichen  Sinne  spricht  er  sich  an  verschiedenen  anderen
Stellen  seines  Werks  über  die  mandats  und  über  die  Assignaten  aus.
Gerade  bei  der  Assignaten-  und  Nationalgüterfrage  zeigt  sich,
wie  wenig  die  sich  auf  das  Geldwesen  beziehenden  wirtschaftlichen ­
  Erscheinungen  während  der  großen  Revolution  von  dei
Wissenschaft  erklärt  sind.  Mißlungene  Lösungsversuche  sind
außerordentlich  zahlreich;  sie  erschweren  nur  die  Aufgabe,  anstatt ­
  sie  zu  erleichtern.
Die  Assignaten  waren  die  valutarische  Geldart,  steigende
und  sinkende  Kaufkraft  des  valutarischen  Geldes  ist  aber  nichts
anderes  als  das  Steigen  und  Sinken  des  Wechselkurses.  Dieser
über  ist  der  Ausdruck  der  internationalen  Zahlungsbilanz  eines
Eandes.

Wir  sehen  im  sogenannten  Assignatenkurs  den  französischen
Wechselkurs.  Wir  folgen  hierin  der  staatlichen  Theorie  und
begehen  keinen  Fehler,  wie  sich  z.  B.  aus  der  Vergleichung
des  Pariser  „Assignatenkurses“  mit  dem  an  der  Hamburger
Börse  notierten  Wechselkurs  auf  Paris  ergibt.  Die  Schwankungen
sind  im  großen  und  ganzen  die  gleichen.
Im  Jahre  1789  führte  das  Stocken  des  Handels  und  der
Industrie  ein  Sinken  des  Wechselkurses  herbei.  Er  sank  immer
tiefer,  je  mehr  Frankreich  die  notwendigsten  Lebensmitte  aus
dem  Ausland  beziehen  mußte,  während  die  Inlandsproduktion
immer  mehr  abuahm.  Die  Edelmetallmünzen  wurden  wegen  des
stets  wachsenden  positiven  Agios  exportiert  eine  0  & e  es
sinkenden  Wechselkurses,  aber  nicht  der  Grund  für  das  Sinken
            
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