Full text : Die Entwicklung der Weißgerberei

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Broschieren  (Anfeuchten).
Bimsen.
Färben  a)  Bürstfarben.
b)  Tunken.
Broschieren.
Einlegen.
Stollen.
Trocknen.
Überlassen  usw.
Kidleder  wird  noch  gebügelt.

Diese  beiden  Beispiele,  welche  ich  der  Praxis  entnommen  habe,
mögen  genügen,  um  zu  zeigen,  in  welcher  Weise  die  oben  gegebenen
einfachen  theoretischen  Schemata  in  Handwerk  und  Industrie  ausgeweitet ­
  und  gedehnt  werden,  wie  sich  die  Zahl  gleicher  oder  ähnlicher
Operationen  häuft  und  wiederholt,  so  daß  eine  sehr  lange  Reihe  von
aufeinanderfolgenden  Phasen  entsteht,  welche  den  Prozeß  für  die  Praxis
sehr  verteuern,  und  welche  die  Übersichtlichkeit  und  das  theoretische  Verständnis ­
  besonders  auch  durch  die  große  Zahl  von  Fachausdrücken  erschweren, ­
  wenn  man  sich  nicht  der  einfachen  Formel  bedient.

IH.  Zusammenfassung.
Die  hier  aufgestellten  Schemata  zeigen  uns,  welch  große  Zahl  von
Momenten  von  Einfluß  ist  auf  die  endgültge  Qualität  des  Leders.
Erinnern  wir  uns  der  Ausführungen  des  ersten  Teiles  über  die  zur
Verarbeitung  gelangenden  Rohstoffe,  so  können  wir  die  Punkte,  welche  die
Verschiedenheit  des  Leders  bedingen,  nicht  besser  zusammenfassen,  als
dies  Hermbstädt  schon  vor  einem  Jahrhundert  getan  hat;  einige  weitere
Punkte  haben  wir  allerdings  dem  noch  zuzufügen.
Auf  die  Verschiedenheit  der  Leder  wirken  ein
(vergl.  Hermbstädt  1807,  Bd.  II,  S.  171)
1.  Art  des  Tieres.
2.  Geschlecht  des  Tieres,  ev.  castriert.
3.  Alter  des  Tieres.
4.  Ob  gesund  oder  krank.
5.  Ob  im  Stall  oder  auf  der  Weide  gezogen.
6.  Klima,  unter  welchem  es  wuchs.
7.  Ob  lang-  oder  kurzhaarig.
8.  Beschaffenheit  des  Wassers  beim  Gerben.
9.  Dauer  und  Zeit  der  Einweichung.
            
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