Full text : Höhere Arbeitsintensität bei kürzerer Arbeitszeit

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,ch  einen  neuen  Inhalt  gewinnt,  daß  sie  trotz  zunehmender
matisierung  der  Maschine  erhöhte  Ansprüche  an  die
iduellen  Fähigkeiten  stellt.  In  der  Technik  älteren  Stils
»personale  und  maschinelle  Tätigkeit  ineinander  verwoben.
Entwicklung  schreitet  zu  einer  schärferen  Differenzierung
Funktionen.  Die  Maschine  übernimmt  mehr  und  mehr
lechanische  Formgebung,  die  gesamte  physische  Seite  des
-  iktionsprozesses  •,  der  Arbeiter  investiert  immer  weniger
aliche  Energie  an  dem  Produkt  selbst.  Auf  der  einen
:  durchdringt  die  Emanzipation  von  der  manuellen  Tätigdie
  Technik,  auf  der  anderen  tritt  die  geistige  Leitung
Iberwachung  von  seiten  des  Menschen  um  so  bedeutsamer
n  Vordergrund.  Seine  geistige  Direktive  der  Arbeit,
verantwortliche  und  bestimmende  Tätigkeit,  die  technische
n  im  Sinne  Emanuel  Herrmanns  bleibt  und  nimmt  zu.
F  ist  aber  nicht  berechtigt  zu  glauben,  daß  etwa  mit
ender  technischer  Kultur  die  technische  Aktion  an  Boden
re.  Im  Gegenteil  .  .  .“  1  Auch  Bourdeau,  Liesse,  Kraft,
^häuser,  Marshall,  Wendt  und  andere  betonen  die  all-:
  ne  Tendenz  steigender  geistiger  Anforderungen  an  den
ter  bei  zunehmender  Automatisierung  der  Maschine 2 ,
mmer  mehr  muß  sich  der  Maschinenführer  dem  Arbeitsment ­
  anschmiegen,  um  es  dann  zu  meistern.  Dies  Vers
  von  Unterordnen  und  Herrschen  wiederholt  gewisseri
  die  Gesamthaltung  der  Technik  gegenüber  der  Natur.
“>ie  teuren  kunstvollen  Gebilde  des  modernen  Maschinenbedürfen
  aufmerksamer,  ja  liebevoller  Wartung,  die  nur
jente  und  gebildete  Leute  während  einer  nicht  zu  langen
leisten  können.  „Je  großartiger  die  Technik  sich  entt,“
  so  sagt  ein  Kenner  der  Gewerbehygiene,  „je  komter
  die  Maschinen  werden,  je  rascher  der  Gang  der-,
  um  so  größer  werden  die  an  den  Arbeiter  zu  stellenden
-„lerungen,  und  um  so  mehr  wird  die  Verkürzung  der
j;  szeit  zu  einer  physiologischen  Notwendigkeit 8 “.  —  Zusollen ­
  einige  Beispiele  diese  gesteigerten  Anforderungen
eibarer  charakterisieren.
ä ;;  E.  Herrmann,  Technische  Fragen  und  Probleme  der  modernen
irtschaft,  1891,  S.  64.
L.  Bourdeau,  Les  Forces  de  l’Industrie,  1884,  S.  241,  248—249.
^Liesse,  Le  Travail  aux  points  de  vue  seientifique,  industriel  et
1899,  S.  102—144,  besonders  S.  109—111.  —  M.  Kraft,  Das  System
hnischen  Arbeit,  1902,  S.  119  f.  —  W.  v.  Öchelhäuser,  Technische
einst  und  jetzt,  1906,  S.  24.  —  Marshall,  Handbuch  der  Volksaftslehre, ­
  ßd.  1,  1905,  8.  288  f.  —  Vgl.  ferner  K.  Diehl,  Die
ditische  Bedeutung  des  technischen  Fortschritts,  Jahrb.  f.  Nat.-Stat.,
  1908,  S.  174—175,  und  Die  Arbeitszeit  der  Fabrikarbeitert
  S.  142.
E.  Roth,  Gewerbehygiene  (Handbuch  d.  Hygiene,  herausgeg.  v.
:-^Bd.  8),  S.  27.  —  Derselbe,  Ermüdung  durch  Berufsarbeit,  Ärztj.
  ichverständigen  Zeitung,  1907,  S.  390.
hungen  138.  —  Bernhard.  6

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