Full text: Die Lokal- und Mittelbanken der Schweiz

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bei Wahrung ihrer vollen Unabhängigkeit zu verbessern darin, dass sie so 
viel als möglich dazu beitragen, das Misstrauen, das durch eine Reihe von 
Zusammenbrüchen im Publikum gerade gegen sie aufgekommen ist, zu 
zerstreuen. Denn dieses Misstrauen hat dazu geführt, dass der Kapital 
strom den staatlichen Instituten und den grossen Banken zufliesst und so 
die kleinen Kreditinstitute kaum die Mittel haben, um den gegenwärtigen 
Stand ihrer Geschäfte behaupten zu können. Das ersieht man deutlich 
aus dem Protokoll der schon erwähnten Konferenz schweizerischer Klein- 
und Mittelbanken in Zürich, wo von verschiedenen Rednern diese Tatsache 
unumwunden ausgesprochen wurde, das zeigt aber auch ein Blick in die 
letzten Bilanzen der kleinen Institute. 
Der beste Weg, das Vertrauen des Publikums zu gewinnen und zu 
erhalten, ist wohl die Anbahnung einer weit intensiveren Kontrolle, als wir 
sie in der Vergangenheit gehabt haben und als sie unser Aktienrecht vor 
schreibt. Berufen zur Verwirklichung dieses Postulates sind die Revisions 
verbände, seien sie nun kantonal oder auf breiterer Grundlage aufgebaut. 
Wenn die Geldgeber die Überzeugung haben, dass durch eine fachgemässe, 
strenge Kontrolle dafür gesorgt wird, dass grosse Überraschungen unan 
genehmer Art nicht zu fürchten sind, dann werden sie auch bei der Anlage 
ihrer Gelder diejenigen Institute bevorzugen, die ihnen diese Garantie zu 
bieten scheinen. 
Wir glauben also, dass der in der jüngsten Zeit in ver 
schiedenen Kantonen und auf verschiedene Weise einge 
schlagene Weg einer strengen sachlichen, nicht bloss for 
mellen Kontrolle am ehesten geeignet sei, auch den mittleren 
und kleineren Banken diejenigen Mittel zuzuführen, deren 
sie für ein gedeihliches Wirken in ihrem Kreise bedürfen.
	        
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