Full text : Die Lokal- und Mittelbanken der Schweiz

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Da  kommen  einmal  eine  Reihe  von  früheren  Emissionsbanken,  die
teilweise  wenigstens  ihr  Noten-Emissionsrecht  bis  zur  Eröffnung  der
Schweizerischen  Nationalbank,  bezw.  der  durch  das  Gesetz  gewährten  Frist,
bewahrten.  Zu  solchen  früheren  Emissionsbanken  zählen  aus  unserer
Gruppe  folgende  Institute:  1)

Grün-Emission



Maximum

Domizil

Firma

düng

bis

der  Emission

1.  Bellinzona
2.  Bulle
3.  „
4.  Chur
5.  Estavayer
6.  Freiburg
7.  Genf
8.  Glarus
9.  Locarno
10.  Lugano
11-  „
12.  Luzern
13.  Payerne
14.  Schaffhausen

Banca  cantonale  Tieinese  3 )
Banque  populaire  de  la  Gruyere
Credit  Gruyörien
Bank  für  Graubünden
Crödit  agricole  et  industriel
Banque  cantonale  Fribourgeoise
Banque  de  Geneve
Bank  in  Glarus  “)
Credito  Tieinese  3 )
Banca  della  Svizzera  Italiana
Banca  popolare  di  Lugano
Bank  in  Luzern  2)
Banque  populaire  de  la  Broye
Bank  in  Schaffhausen

1859
1854
1873
1862
1866
1850
1848
1852
1890
1873
1889
1856
1863
1862

1908
1891
1891
1881
1910
1910
1898
1882
1907
1907
1910
1907
1882
1907

2,000,000
300,000
300,000
1,125,000
1,000,000
1,250,000
5,000,000
1,144,000
2,250,000
3,000,000
4,000,000
5,000,000
20,000
3,500,000

Wir  sehen,  wie  es  sich  meist  um  nicht  sehr  grosse  Emissionsinstitute
handelte;  es  waren  in  der  Hauptsache  kleinere  Lokalbanken  mit  teils
Handelsbank-,  teils  sogar  Hypothekenbankcharakter.  Auf  ihre  Stellung
im  schweizerischen  Emissionswesen,  ihre  Bedeutung  als  Notenbanken  und
eine  Würdigung  ihrer  Tätigkeit  auf  diesem  Gebiet  haben  wir  hier  nicht  näher
einzutreten,  es  wird  das  in  der  Monographie,  die  den  Emissionsbanken  gewidmet ­
  ist,  geschehen.  Mit  dem  Aufkommen  der  Kantonalbanken,  die  als
Staatsinstitute  in  erster  Linie  mit  dem  Emissionsrecht  ausgestattet  wurden,
setzte  vielerorts  eine  Rivalität  zwischen  Staats-  und  Privatinstitut  in  ihrer
Eigenschaft  als  Notenbanken  ein,  die  sehr  oft  durch  Betätigung  der  Kantonalgesetzgebung ­
  zuungunsten  des  privaten  Noteninstitutes  entschieden  wurde.
Ein  Beispiel  dafür  haben  wir  in  der  Bank  für  Graubünden,  die
1862  mit  einem  Kapital  von  1,000,000  Er.  als  Handelsbank  ins  Leben  gerufen ­
  wurde.  Nach  den  Berichten  begegnete  die  Einführung  der  im  Kanton
*)  Dabei  sehen  wir  ab  von  der  Nennung  der  eigentlichen  alten  Emissionsbanken(Bank
in  Zürich,  Bank  in  St.  Gallen,  Bank  in  Basel,  usw.)  die  anlässlich  der  Eröffnung  der  Schweiz.
Nationalbank  entweder  mit  Grossbanken  fusionierten  oder  liquidierten.
2 )  1912  fusioniert  mit  der  Schweizerischen  Kreditanstalt.
3 )  1914  in  Liquidation  getreten.
            
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