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Solothurner Handelsbank (1847, Hilfs- und Ersparniskasse Solo
thurn-Lebern);
Bank in Langnau (1854, Gewerbekasse, dann Leihkasse Langnau);
Bank in Wädenswil (1863, Leihkasse Wädenswil);
Gewerbekasse Baden (1863, Spar- und Vorschusskasse des Ge
werbevereins Baden);
Credit du Leman, Vevey (1867, Societe de Credit et d’Epargne
du Leman);
Bank in Langental (1867, Leihkasse Langenthal);
Credit Yverdonnois (1869, Societe Yverdonnoise de Credit et
d’Epargne);
Bank in Menzikon (1874, Spar- und Leihkasse Menzikon);
Bank in Gossau (1881, Ersparniskasse Gossau);
Bank in Wohlen (Spar- und Leihkasse Wohlen, 1912 an die Aar
gauische Kantonalbank übergegangen).
Wie sich ursprünglich von gemeinnützigen Vereinen gegründete An
stalten allmählich zu bedeutenden Erwerbsinstituten umwandelten, davon
zeugt eines der bedeutendsten Institute unserer Gruppe, die Creditanstalt
St. Gallen.
Der Gedanke zur Gründung der Creditanstalt St. Gallen ging
von der St. Gallisch-Appenzellischen Gemeinnützigen Gesellschaft aus.
Man wollte für die gedrückte Arbeiterklasse eine Anstalt errichten, welche
dem verderblichen Wirken der privaten Winkelleihkassen entgegentreten
könnte. 1855 wurde die Anstalt eröffnet. Ihr Zweck war, „dem Publikum
mit kleinen und grösseren Gelddarlehen zu dienen auf kurze oder längere
Zeit, Ersparnisse oder auch nicht anderwärtig angelegte Geldsummen auf
Zins anzunehmen, gleich einer so geheissenen Ersparnis- oder Deposito-
kasse“. Man wollte dem „unbemittelten, aber nicht kreditlosen Hand
werker, Bauer und Arbeiter und dem bürgerlichen Mittelstand Gelegenheit
geben zu möglichst günstiger Aufnahme kleiner Anleihen.“ Finanzielle
Basis der Anstalt war ein Aktienverein als Garantieverein in dem Sinne,
dass die Aktienzeichner für je fünf Aktien damit die Verpflichtung über
nahmen, für den Betrag von 500 Fr. „Anteil zu nehmen an der Gesamt
garantie der Anstalt gegen jede Art von Verlust derjenigen Personen, welche
in der Stellung als Kreditoren oder Debitoren mit der Anstalt in Berührung
und Verbindung kommen. “Als einzige Geschäftszweige der Bank figurierten
anfänglich das Sparkassengeschäft und die Gewährung von Darlehen gegen
Versetzung von Mobiliargegenständen, sichern Wertschriften und gegen
genügend sichere Personalbürgschaft von zwei Kantonseinwohnern. Der