Full text : Die Lokal- und Mittelbanken der Schweiz

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Die  Gruppe  ohne  eigenes  Kapital,  die  bei  den  Sparkassen  noch  eine
grosse  Rolle  spielt,  fehlt  seit  1909,  seit  die  vorher  hier  registrierende
Schweizerische  Genossenschaftsbank  in  St.  Gallen  ihr  bisheriges  Garantiekapital ­
  in  ein  Genossenschaftskapital  umgewandelt  hat.  Auch  die  Zahl
der  Gesellschaften  mit  einem  Kapital  bis  100,000  Fr.  ist  zurückgegangen.
Deshalb  lassen  wir  es  für  die  späteren  Untersuchungen  mit  vier  Grössengruppen
  bewendet  sein:
Gruppe  I:  bis  Fr.  500,000,
„  II:  „  500,001  —  1,000,000,
„  III:  „  1,000,001  —  5,000,000,
„  IV:  über  ,,  5,000,000.
Wir  sehen,  wie  im  Laufe  der  letzten  sieben  Jahre  von  einer  Zunahme
der  Anzahl  der  Institute  der  ersten  drei  Gruppen  nicht  mehr  die  Rede  ist,
wie  im  Gegenteil  die  letzten  Jahre  deutlich  eine  Tendenz  zur  Abnahme
erkennen  lassen.  Eine  deutliche  Zunahme  zeigt  nur  die  Gruppe  IV,  die
Gruppe  der  grösseren  Mittelbanken.  Die  Schwankungen  der  Gesamtzahlen
für  die  einzelnen  Jahre  erklären  sich  folgendermassen:
1907:  4-  2,  Gründung  von  zwei  neuen  Instituten;
1908:  +  2,  „  „  zwei  „  „  ;
1909:  —  1,  Wegfall  von  drei  und  Gründung  von  zwei  neuen  Instituten; ­

1910:  +  2,  Wegfall  von  drei  und  Gründung  von  fünf  neuen  Instituten; ­

1911:  —  1,  Wegfall  eines  Institutes;
1912:  —  9,  „  von  neun  Instituten.
Der  Wegfall  von  bestehenden  Instituten  beruht  ausnahmsweise  auf
Liquidation  und  Konkurs,  der  Regel  nach  aber  auf  Fusion  mit  andern
Instituten,  vor  allem  mit  Grossbanken  des  schweizerischen  Bankenkartells.
Versuchen  wir,  die  Institute  nach  andern  Gesichtspunkten  als  lediglich
nach  der  Grösse  des  Gesellschaftskapitals  zusammenzufassen.
Betrachten  wir  diejenigen  Institute  als  Sparkassen,  deren  Spargelder ­
  mehr  als  die  Hälfte  sämtlicher  Passiven  betragen,  so  erhalten  wir
für  1911  drei  solche  Institute.  Bei  dem  einen  (Kapital  100,000  Fr.)  beträgt
die  Summe  der  Spargelder  84,4%,  beim  zweiten  (Kapital  200,000  Fr.)  67,6%
und  beim  dritten  (Kapital  1,000,000  Fr.)  52,3%  der  Passiven.  Mehr  als  ein
Drittel  der  Passivseite  weisen  als  Spargelder  aus  in:

I:

10  Institute

II:

6  „

III:

8  „

IV:

—  Institut.
            
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