Full text : Die Lokal- und Mittelbanken der Schweiz

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Heute  noch  zeigt  der  Aufbau  der  Bilanz  bei  vielen  Instituten,  dass  es
sich  bei  ihrem  Wechselportefeuille  wohl  weniger  um  eine  eigentliche  Pflege
des  Wechselgeschäftes,  als  vielmehr  darum  handelt,  ihre  kurzfristigen  Gelder
nutzbringend  und  banktechnisch  einwandfrei  anzulegen  und  damit  den
ganzen  Status  liquider  zu  gestalten.

Die  Institute  der  Gruppe,  bei  denen  pro  1911  der  Wechselbestand  mehr
als  V5  der  gesamten  Aktiven  ausmacht,  sind  folgendermassen  auf  die  einzelnen ­
  Gruppen  verteilt:

Gruppe

77
7)

I
II
III
IV

5  Banken

5
10
4

7  7

77

Ganz  bedeutende  Wechselbestände
1912  auf  (in  1000  Franken):

Comptoir  d’Escompte  de  Geneve  .
Creditanstalt  St.  Gallen
Banque  de  Depots  et  de  Credit,  Genf
Banque  de  Montreux
Banca  della  Svizzera  Italiana  .  .  .

(absolut  genommen)  weisen  pro

Wechsel

Bilanz

Wechsel  in°/o
der  Bilanz

22,233  96,358  23,1
19,046  59,792  31,8
15,359  41,896  36,7
9,033  34,259  26,4
8,348  38,986  21,4

Die  Statistik  über  das  Wechseldiskontgeschäft  büsstdadurch
an  ihrem  Werte  bedeutend  ein,  dass  die  Art  der  Bilanzierung  und  der  Auskunfterteilung ­
  durch  die  Geschäftsberichte  auch  hier  eine  sehr  verschiedene
ist.  Ein  Teil  der  Institute,  worunter  auch  grössere  Banken,  scheiden  nicht
zwischen  Inland-  und  Auslandwechseln,  so  dass  die  Statistik  in  diesem  Falle
gezwungen  ist,  den  ganzen  Bestand  als  Inlandwechsel  aufzufassen.  Allerdings ­
  ist  ja  wohl  im  allgemeinen  der  Betrag  der  Auslandwechsel  für  unsere
Gruppe,  vor  allem  bei  den  Banken,  die  eine  Ausscheidung  nicht  vornehmen,
nicht  bedeutend.  Ferner  sind  auch  nicht  immer  die  Inkassowechsel  ausgeschieden ­
  und  endlich  auch  nicht  immer  die  eigentlichen  Lombardw  echsel.

Unter  Beachtung  dieser  Reserven  ergeben  sich  für  1906  bis  1911
folgende  Zahlen:
            
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