XIII
Organisation zur Verbreitung guter Bücher in Deutschland
ausgewachsen hat. Daraus entsprang ferner die Mitarbeit des
Verlags an der 1876 zu Coblenz gegründeten Görres-Gesellschaft zur
Pflege der Wissenschaft im katholischen Deutschland, deren regel
mäßige Veröffentlichungen, besonders die Vereinsschriften—bisher
gegen hundert an Zahl — Bachem in Kommissionsverlag nahm.
Bei all diesen Unternehmungen, die sich aus kleinen An
fängen entwickelten, zeigte der Verlag einen arbeitsfreudigen
Optimismus, rasche Entschlußkraft und zähes Ausharren, und
der Erfolg lohnte das vertrauensvolle Mühen.
Es muß als besonders verdienstlich hervorgehoben werden,
daß schon zu einer Zeit, als die Bestrebungen für ein alle Stände
und Schichten umfassendes, vom Standpunkte des christlichen
Glaubens und der christlichen Sitte einwandfreies Bildungswesen
noch in den Kinderschuhen steckten, der Verlag J. P. Bachem
seinen Verlagswerken einen starken sozialen und apologetischen
Einschlag gab. Nur wenigen unserer Zeitgenossen ist es bewußt,
welche Fülle von Gedanken und Antrieben von dem Kölner Verlag
für weitere Kreise in Deutschland ausgegangen sind und wie
die Fäden religiösen, wissenschaftlichen, sozialen, belletristischen
und pädagogischen Schaffens und Strebens in andere Landesteile,
ja über unsere Grenzen hinaus zu anderen Kulturvölkern sich
gesponnen haben. Es ist nicht möglich, solche Werte statistisch
festzulegen; aber ihr Vorhandensein zeugt von der Gediegenheit
der Grundsätze, die seit einem Jahrhundert in der Firma
J. P. Bachem heimisch sind und der sich hier auswirkenden
Kraft bodenständiger rheinischer Eigenart, die froh ihrer an
gestammten Vorzüge auch andere wie am materiellen so auch
am geistigen Gütergewinn teilnehmen läßt.
Auch der äußerlich erfolgreichste Verlag ist für die allgemeinen
Interessen der Volks- und Menschheitsbildung so viel wert, als
ihm die Inhaber und Leiter an gesundem Geist und an höherem
Streben einzuhauchen vermögen. Nur dieser Zug zum Idealen
vermag dem bei einem geschäftlichen Unternehmen an sich unver
meidlichen und nötigen Bemühen um materiellen Erwerb ein