Full text : Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

Wenn  es  auch  nicht  möglich  ist,  alle  Verfasser  und  Verfasserinnen ­
  von  Werken  der  schönen  Literatur  des  Verlags  in
diesem  fünfundzwanzigjährigen  Zeitraum  einzeln  aufzuführen,,
wofür  auf  das  Verlags-  und  das  Namenverzeichnis  verwiesen
werden  muß,  so  sei  doch  eine  kurze  Uebersicht  über  die  weitern
hauptsächlichsten  Namen  gegeben.
Mit  kleineren  Geschichten  voll  tiefer  Empfindung  tritt  in
diesem  Zeitraum  1895Fabri  deFabris  (Deckname  fürFrauMaria
Schmitz-Köhler  in  Aachen)  auf,  die  in  den  Bänden  „Was
die  Blumen  erzählen“,  „Lieb  und  Leid“,  „Von  der  Wanderstraße“ ­
  und  „Im  Wandel  des  Lebens“  gesammelt  sind.  Auch
mit  einem  Roman  „Wacholderleute“  ist  sie  vertreten.  Auf  dem
Gebiete  des  Romans  begegnen  ferner  mit  mehreren  Werken  die
phantasievolle  Itha  von  Goldegg  (mit  dem  prächtigen  zweibändigen ­
  Roman  „Das  Märchen  vom  Glück“  und  „Was  ist  die
Liebe?“),  dann  Freiin  Marie  Amelie  von  God  in,  ein  starkes  Talent,
mit  den  eigenartigen  Romanen  „Benedetta“  und  „Alte  Paläste“
und  dem  Novellenbande  „Sonne  des  Südens“.  In  ihrem
neuesten  Roman  Feinde  (1917)  schildert  sie  anschaulich
die  Wirkung  des  Krieges  auf  die  Ehe  eines  Deutschen  mit
einer  Französin.  Viel  Anerkennung  haben  auch  die  Romane  von
Josefine  Grau  „Das  Lob  des  Kreuzes“  und  von  M.  Scharlau
„Gesa  Pütt“  gefunden,  ferner  G.  von  Stokmanns  Roman  „Auf
eigenen  Füßen“,  M.  von  Oertzen-Fünfgelds  „Goldene  Augen
der  Weldersloh“,  Emil  Franks  münsterländischer  Roman  „Die
Schulten  vom  Brink“  sowie  „Im  Ringen  um  das  Luftmeer“  und  „Die
Steinbauern“,  Zingelers  Münsterbaumeister  von  Straßburg  u.v.a.
Von  ausländischen  Romanwerken  seien  genannt  die  Uebersetzungen
  von  Champol:  „Herzog  Hans“  und  „Schwester  Alexandrine“,
  Bordeaux:  „Furcht  vor  dem  Leben“  und  „Der  Irrweg
der  Freiheit“,  deVitis:  „Roman  der  Arbeiterin“,  Bazin:  „Aus
ganzer  Seele“,  N  e  s  b  i  t:  „Das  rote  Haus“,  S  h  e  e  h  a  n:  „Mein  neuer
Kaplan“,  Hungerford:  „Schwiegertochter“,  Murray:  „Glänzende ­
  Laufbahn“,  Jeske-Choinskis  geschichtliche  Romane
„Eine  Sonne  im  Erlöschen“  und  „Die  letzten  Römer“.

b)  Der  Verlag  mit  Ausschluß  der  schönen  Literatur.
Die  politischen  Bestrebungen  der  verschiedenen  Parteien,  auseinandergehende ­
  philosophische  Auffassungen,  die  Ausreifung
            
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