Wirtschaftsleben der Gegenwart“ veröffentlicht, das auf
Grund der Berufszählung vom 12. Juni 1907 umgearbeitet im
Jahre 1911 in zweiter Auflage erschien. Das Glaubensbekenntnis
in seiner praktischen Beziehung zu Beruf, äußerm Wohlstand und
Bildung sind die wesentlichen Erörterungen Rosts, die die Ursachen
der sog. Inferiorität ausführlich begründen bzw. erklären.
Der erzieherische Verlag erfreute sich im letzten Jahrzehnt
des 19. Jahrhunderts mehrerer wichtigen Veröffentlichungen.
Zur Benutzung der „BiblischenGeschichten“ von Overberg, Schuster,
Schuster-Mey und Christoph v. Schmid-Werfer für die Hand des
Lehrers ein erläuterndes Werk zu besitzen, war ein Bedürfnis,
dem der Verleger entgegenzukommen beschloß. Auf Empfehlung
des Weihbischofs Dr. Antonius Fischer wurde der geistliche Schulrat
und Direktor des Seminars zu Brühl Dr. Karl August Beck
mit dieser Aufgabe betraut. 1896 erschien der erste Band
des „Handbuches zur Erklärung der Biblischen Geschichte“,
das Alte Testament behandelnd, der innerhalb zehn
Jahren drei Auflagen erlebte. Leider starb der Verfasser, bevor
er den zweiten Band fertigstellen konnte, und so blieb das Werk
unvollendet.
Einer Anregung des Weihbischofs Dr. Fischer verdankt auch
das Seitenstück zu diesem Handbuch, eine ausführliche Erklärung
des Kölner Diözesan-Katechismus von Ferd. Heinr.
Jägers, Pfarrer zum h. Andreas in Köln, seine Enstehung. Nachdem
der Kölner Katechismus endgültig festgestellt und in vielen
Diözesen eingeführt war, bestand für seine Erläuterung und eine
praktische Anleitung zum Katechisieren die Notwendigkeit, einen
Kommentar zu besitzen. Der erste Band des „Katechet“ erschien
1899, dem der zweite und dritte (Schluß-) Band 1903 und 1905
folgten. Auch hier wurde der ursprüngliche Verfasser in die
Ewigkeit abberufen, ehe er sein Werk vollenden konnte. Nach
Jägers’ Tode wurde Pfarrer Ludw. Inderfurth in Randerath
mit der Fortsetzung des Werkes betraut, der es im Sinne des
verstorbenen Verfassers vollendete. Das dreibändige Werk hat
inzwischen eine Neuauflage nötig gemacht.
Am 1. Juli 1901 waren neue Lehrpläne für die Präparandenanstalten
in Kraft getreten. Als Stoff für den Religionsunterricht
bestimmen sie u. a. die Behandlung einer Anzahl Evangelien,