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Das Ziel dieser bescheidenen Druckerei beschränkte sich
zunächst auf die Herstellung des eigenen Verlags; daß sie dieser
Aufgabe aber in hohem Maße gerecht wurde, beweisen die
Verlagswerke durchaus, die drucktechnisch auf einer hohen
Stufe stehen.
Als das Geschäft im Jahre 1840 in das Haus Marzellenstraße
Nr. 20 übersiedelte, das nach hinten einen ansehnlichen Garten
hatte, entstand in diesem ein bescheidenes Druckereigebäude;
auch eine Anzahl von Erdgeschoßräumen des früheren Privat
hauses wurde für den Druckereibetrieb hergerichtet.
Einen größeren Aufschwung nahm der Betrieb der Druckerei,
als die beiden ältesten Söhne Lamberts, Josef und Karl 61 , sich
ihr widmeten. Daß sie dem Fortschritt huldigten, beweist die
frühzeitige Anschaffung einer sog. Schnellpresse, die Friedrich
König im Verein mit dem Mechaniker Andr. Fr. Bauer in Oberzell
bei Würzburg erfunden hatten. Es war die erste wesentliche
Verbesserung der Druckpresse seit Gutenberg, indem die bisherige
obere Fläche, mit der der Druck ausgeübt wurde, durch
einen drehbaren Zylinder ersetzt wurde, unter dem die flache
Druckform hergeschoben wurde. Dabei lief das Papier über den
Zylinder, der es auf die durch ein Farbwerk angeschwärzte
Druckform drückte und dadurch den Abdruck hervorrief.
Die erste Schnellpresse an die Bachemsche Druckerei lieferte
die Maschinenbauanstalt G. Sigl in Berlin am 5. August 1845
für 1770 Taler Pr. C. Eine zweite soll schon im nächsten Jahre
gefolgt sein. Eine weitere Maschine lieferte die C. Reichen-
bachsche Maschinenfabrik in Augsburg am 3. Januar 1855 an
die Bachemsche Offizin. Diese Maschinen wurden noch durch
Menschenkraft in Bewegung gesetzt.
Die Druckerei entwickelte sich nun befriedigend; schon 1844
konnte sie die Herstellung des „Organs für Handel und Gewerbe“
übernehmen, dem 1849 das Wochenblatt „Pius IX“ und 1851 das
„Organ für christliche Kunst“ folgten.
Das Streben der beiden Söhne, den Verlagswerken durch Ver
wendung guten Papiers und sauberen Druck ein gutes Aussehen
zu verleihen, führte seit 184S zur Herstellung von Akzidenz-
orbeiten. Zu diesem neuen Geschäftszweig wurde ein reiches
Satzmaterial an Schriften, Ziereinfassungen, Ornamenten usw.
angeschafft. Muster davon liefern noch einige, im Archiv der
Firma vorhandene Druckarbeiten aus jener Zeit, vor allem mehrere