Wasserleitung aus einem Brunnen des Grundstücks, lieber dem Treppen
haus des Mittelbaues ist ein Behälter von 25000 1 Inhalt dazu angebracht,
in den das Wasser hinaufgepumpt wird.
Der Feuersicherheit und Standfestigkeit wegen ist das ganze Geschäfts
und Druckereigebäude in Eisen, die Decken mit zwischengespannten Beton
wölbungen ausgeführt.
Das alte, 936 qm große Eckgrundstück Marzellen- und Bahnhofstraße
ging mit dem 1. Oktober 1905 in das Eigentum einer Kölner Baufirma
über, die darauf das City-Hotel, das jetzige Hotel Kronprinz, errichten ließ.
Die außergewöhnlichen Anforderungen an Arbeitskraft, die
mit der Errichtung des Neubaues verbunden waren, blieben nicht
ohne schädlichen Einfluß auf den Gesundheitszustand von Fridolin
Bachem, so daß er Ende 1900 zu seiner Erholung längere Zeit
dem Betriebe fern bleiben mußte. Dabei verschlimmerte sich ein
bereits früher aufgetretenes Augenleiden derart, daß er gezwungen
war, seine liebgewonnene Tätigkeit aufzugeben. Robert Bachem
trat trotz der bereits auf ihm ruhenden großen Arbeitslast in
der kaufmännischen Leitung und in den Geschäftsstellen der
Zeitungen an die Stelle seines Bruders, und Franz X. Bachem
übernahm wieder den ganzen Buchverlag.
Bei Errichtung und Ingebrauchnahme des Neubaues konnten
die Firmainhaber annehmen, daß die Raumverhältnisse den
Bedürfnissen für eine Reihe von Jahren vollauf entsprochen
hätten. Dem war nicht so. Da durch die Verlegung der Er
scheinungszeit des Kölner Local-Anzeigers das Bedürfnis für
eine weitere Rotationsmaschine sich geltend machte, erwies
sich die Rotationsdruckerei als zu klein. Im Jahre 1903
begann bereits das Umbauen. Die erste Zwillingsrotations
maschine wurde von Koenig und Bauer geliefert. Die Maschine
war für zweierlei Formate gebaut und besaß zwei Ausgänge,
so daß sie auch die Arbeit von zwei getrennten einfachen
Maschinen übernehmen konnte. Die Vielseitigkeit dieser Maschine
hat sich im Laufe der Jahre gut bewährt. Da die Maschine
18 PS als Antriebskraft beanspruchte, erwies sich der als
Reserve-Betriebskraft aufgestellte stehende Gasmotor als zu
schwach, und es wurde unter Anschluß an das städtische Elektri
zitätsnetz ein von der Firma Geist gebauter 40 PS Elektro-
m °tor aufgestellt, welcher in Zeiten, wo die Dampfkraftanlage