anzulegen und auf diese Weise Sparsinn und Sparsamkeit zu
pflegen und zu fördern, wurde am 1. Januar 1892 die Sparkasse
gegründet, welche Spareinlagen bis zu 100 Mark mit 6°/o, bis zu
1000 Mark (Höchstbetrag) mit 5% verzinst. Den Ueberschuß
dieser Zinsbeträge über die Einnahmen aus mündelsicheren
Papieren legt die Firma aus eigenen Mitteln zu. Die Mitglieder
der Sparkasse können Einlagen von mindestens 50 Pfennig
wöchentlich bezw. mindestens 2 Mark monatlich, auf 13 Wochen
sich gleichbleibend, von der Lohn- bezw. Gehaltszahlung sich
einbehalten lassen. Die Sparkasse zählt gegenwärtig 218 Mit
glieder, deren Guthaben am 1. Juli 1917 37871 Mark betrug.
6. Die Kollektiv-Versicherung gegen Feuer- und
Flugzeugschaden.
Seit dem 1. Januar 1891 besteht die Einrichtung, daß die
Geschäftsangehörigen das ihnen oder ihrer Familie gehörige
Mobiliar ihrer Privatwohnungen, sofern letztere sich im Stadt
bezirk Cöln oder in Brühl befindet, gegen Feuerschaden und
seit dem 1. Januar 1918 auch gegen Flugzeugschaden in denkbar
einfachster Weise durch Vermittlung der Firma bezw. der
Kassenverwaltung bei der „Cölnischen Feuerversicherungs-Ge
sellschaft Colonia“ versichern können. Zum Vollzüge des Ver
sicherungsvertrages mit dieser Gesellschaft genügt die Ein
tragung der vom Versicherten selbst abgeschätzten Versiche
rungssumme in ein Feuerversicherungsbuch und Bestätigung
desselben durch die eigenhändige Unterschrift. Die Höhe der
Versicherungssumme, welche anfänglich auf 5000 Mark begrenzt
war, ist seit dem 1. Juli 1911 unbeschränkt. Die Gesamt
summe dieser Einzelversicherungen wird seitens der Firma
bei der genannten Gesellschaft durch eine jährlich erneuerte
General-Police versichert. Die Prämie für Feuerschaden be
trägt für jeden Versicherten 50 Pfennig vom 1000, für Flug
zeugschaden 25 Pfennig vom 1000, während einen gleichen Prämien
satz die Firma aus eigenen Mitteln zuschießt.
Auch diese Einrichtung hat sich vollauf bewährt. Die Gesamt
versicherungssumme am 1. Januar 1918 betrug 744000 Mark.