das Jesuitengymnasium aus 1450 — eine Hochschuleinrichtung, vom
Regens Teerstege a Monti domini an der Straße Unter Sechzehnhäuser
(Sachsenhausen) gestiftet. Die sämtlichen Kölner Unterrichtsanstalten
wurden unterm 9. Floreal VI (28. April 1798) aufgehoben und durch sog.
Primärschulen und eine Zentralschule ersetzt.
8 (S. 10) Alexander Bertram Jos. Minola war ein bemerkenswerter Schrift
steller. 1759 als Sohn eines Kaufmanns izu Linz a. Rh. [als Enkel des
Bürgermeisters geboren, wurde er 1782 Priester und vier Jahre später
Lehrer am Coblenzer Gymnasium. Hier erlebte er die Zeit der Ankunft
der Franzosen und ihrer Herrschaft, worüber er einen von Dr. H. Cardauns
herausgegebenen kulturgeschichtlich wertvollen Bericht hinterlassen hat
(Die Franzosen in Coblenz (1794—1797. Coblenz [1916], Görresdruckerei).
1804 ging er nach Westfalen zur Ordnung des Archivs des Frhrn. v. Hörde
zu Schwarzenraben. 1812 zum Rheine zurückgekehrt, wurde er zwei
Jahre später Lehrer der Geschichte und Geographie am Gymnasium in
Bonn. Siebzigjährig starb er (dort am 9. November 1829. Außer den
Beiträgen zurj röm.-deutschen Geschichte (die der Bachemsche Verlags
katalog und die Geschäftsbücher als Bachems Verlag aufführen, während
auf dem Buche steht: gedruckt und im Verlag bei J. Mathieux am Hofe
No. 2113) hat er noch veröffentlicht eine geogr.-hist. Beschreibung der
Kanäle (Köln 1802, bei Haas u. Sohn), eine „kurze Uebersicht dessen, was
sich unter den Römern seit Jul. Cäsar bis zur Eroberung Galliens durch
die Franken am Rheinstrome Merkwürdiges zugetragen“ (Ehrenbreitstein
1804, Gehra, 2. Aufl. 1816, Köln, Mathieux), „Das Rauchfeuer, kein neuer,
sondern den Alten bekannter Gebrauch“ (Köln 1826, Mathieux). Seine
»Beiträge zur Gesch. von Linz“ sind 1882 gedruckt worden (Rhein- und
Wiedzeitung No. 44 u. ff. u. Trier, Paulinusdruckerei).
' (S. 11) Benzenberg (1777—1846) stammte aus Schöller bei Elberfeld,
studierte Theologie und Mathematik. 1802 bewies er die Achsendrehung
der Erde durch das Experiment fallender Bleikugeln, das er später in
einem Kohlenschacht bei Schlebusch wiederholte. In Bilk errichtete er
1844 eine Sternwarte, die er der Stadt Düsseldorf vermachte.
8 (S. 15) Daß damals Köln noch nicht zu den schönen Städten des Reiches
gehörte, geht aus der Schilderung Elsholtzens über seinen Einzug vom
Rhein her in die Stadt hervor. Das Stadttor, sagt er, sei „kaum so breit,
daß ein Wagen hindurch kann, und die hohen Häuser, die jeden Augen
blick dem Einsturz zu drohen scheinen, wehren dem Licht den Zugang
so daß eine stete Finsterniß hier zu wohnen scheint. Zur Linken sieht
man einige Baustellen mit Schutt und altem Mauerwerk bedeckt und
von Gebäuden begrenzt, die durch das Einreißen der Nachbarhäuser ihrer
Stützen beraubt, mittelst hölzerner Pfähle nur mühsam aufrecht erhalten
Werden. Zum Teil sind ihnen die vorderen Wände genommen, sodaß
der Blick, von öden Zimmern und schwarzgebrannten Feuerstellen, einem
Bilde wilder Zerstörung, zurückgescheucht wird.“