17 Jahren arbeitete er bis zu seiner Militärzeit im Sommer auf einer
Ziegelei, im Winter in der Oelmühle, später in einer Bierbrauerei. Arbeits
los kam Giesberts im Jahre 1891 nach Köln und wurde hier Hilfsarbeiter
in der Eisenbahn-Zentralwerkstätte in Nippes, um dann bei der Firma
Bachem einzutreten. Im Jahre 1896 zog er durch eine treffliche Wahlrede
die Aufmerksamkeit von Fridolin Bachem auf sich. Um ihm eine bessere
Stellung zu bieten, wurde ihm der Posten des Maschinisten übertragen,
den er bis zum Herbst des Jahres 1899 inne hatte. Nur zögernd nahm
er dann die ihm angebotene Stellung als Schriftleiter der Westdeutschen
Arbeiterzeitung an, von wo er weiter zum Arbeitersekretär, zum
Reichs- (1905 für Essen) und Landtagsabgeordneten (1908 für Essen-Land)
und im Oktober 1917 zum sachverständigen Beirat für soziale und Ar
beiterfragen im Reichswirtschaftsamt aufrückte. Die Jubiläumsnummer
der KV von 1910 enthält von ihm einen wertvollen Beitrag: Die Bedeutung
der katholischen Arbeitervereine für die soziale Entwicklung.