Full text : Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

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großes  Interesse  nimmt.  Es  ist  sicher,  daß  der  Verlag  von  J.  P.  Bachem,
daß  besonders  die  Kölnische  Volkszeitung,  die  jetzt  auf  der  Höhe,  vollständig ­
  und  unbestritten  auf  der  Höhe  ist,  in  der  katholischen  Presse
die  führende  Rolle  hat,  daß  sie  viel  gewirkt  hat,  gerade  im  Sinne  des
Erzbischofs  von  Köln,  dem  zunächst  die  Pflicht  der  Erhaltung  und  des
Schutzes  der  Religion  am  Herzen  liegt.  Redner  gab  im  Namen  des  Herrn
Erzbischofs  und  Kardinals  dem  Wunsche  Ausdruck,  daß  der  Aufstieg  der
Firma  weiter  gehe,  daß  die  jetzigen  Herren  Bachem,  die  im  Sinne  der
Väter  arbeiten  und  die  Fahne,  die  der  alte  J.  P.  Bachem  getragen  hat,
weiter  tragen  und  zur  ferneren  Entfaltung  bringen.  Dazu  gebe  der  Herr
Erzbischof  gerne  seinen  Segen.  Ihm  persönlich  sei  es  eine  große  Freude,
daß  er  der  Träger  dieser  Botschaft  Sr.  Eminenz  sein  könne.  Er  verbinde
damit  seine  persönlichen  Glück-  und  Segenswünsche.

•S.

Herr  Oberbürgermeister  Adenauer  überbrachte  Glückwünsche
namens  der  Stadt  Köln:
Die  Glückwünsche,  die  ich  als  Oberbürgermeister  der  Stadt,  in  der
Sie  nun  seit  hundert  Jahren  wirken  und  schaffen,  Ihnen  ausspreche,  sind
von  besonderer  Wärme  und  von  besonderer  Freude  getragen.  Wenn  Sie
an  sich  vorüberziehen  lassen,  was  diese  hundert  Jahre  an  Umwälzungen
und  Fortschritten,  auf  technischem,  auf  kulturellem,  politischem  und
kirchlichem  Gebiet  gebracht  haben,  dann  können  Sie  einigermaßen  ermessen, ­
  welche  Pflichttreue,  welch  ehrliche  Konsequenz  und
welch  Unentwegter  idealismus  in  diesen  hundert  Jahren  hier  tätig
gewesen  sein  müssen,  um  den  von  Anfang  an  hochgesteckten  Idealen
treu  zu  bleiben,  trotzdem  aber  auch  den  Fortschritten  der  Zeit  zu  genügen.
Selbst  wer  wie  ich  sich  rühmen  darf,  ein  Freund  der  Herren  Bachem
und  ein  alter  Leser  und  Freund  Ihrer  Zeitung  zu  sein,  ahnt  ja  nur  im
entferntesten,  welche  Unsummen  von  Schwierigkeiten  und  inneren  sowie
behördlichen  Widerständen  und  Reibungen  in  diesen  hundert  Jahren  im
Schoße  der  Firma  ausgestanden  worden  sind.  Um  so  höher  muß  unsere
Bewunderung  sein  für  die  Männer,  ich  nenne  nur  den  verstorbenen  Vater
der  heutigen  Herren  Chefs,  die  es  verstanden  haben,  allen  Schwierigkeiten
zum  Trotz  die  Firma  hochzubringen.  Welch  hohe  Auffassung  von  Idealismus ­
  und  w  ah  rer  echterR  e  li  gi  osit  ät  muß  in  dieser  Familie  herrschen,
wenn  es  ihr  gelungen  ist,  immer  wieder  diese  neuen  Sprossen  zu  treiben!
Sie  haben,  meine  verehrten  Herren,  in  Ihrer  Tagespresse  eine  größere
Aufgabe  sich  gesteckt,  als  im  allgemeinen  eine  politische  Zeitung  das
tut.  Sie  sind  einem  großen  Teile  der  Bürgerschaft  dieser  Stadt  und
einem  großen  Teile  Deutschlands  ein  Führer  und  Wegweiser  in  manchen
Nöten  der  Vergangenheit  und  in  religiösen  Fragen  geworden,  so  daß
heute  ein  viel  engeres  Band  zwischen  Ihnen  und  dem  großen  Kreise
            
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