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Hr. Geh. Justizrat Dr. Karl Bachem:
Wollen Sie mir gütigst gestatten, in einem kurzen Schlußwort Ihnen,
den Ehrengästen, den herzlichsten Dank der Firma und der ganzen Familie
Bachem auszudrücken. Es ist schon erwähnt worden, daß wir uns ge
sträubt hatten gegen die Abhaltung einer solchen Feier mit Rücksicht
auf den Krieg. Ich muß sagen, wenn wir geahnt hätten, in welchem
Maße Lob und Anerkennung uns entgegengebracht würden, wir hätten
uns noch sehr viel mehr gesträubt. Das hindert aber nicht, daß wir
von wärmstem Dank erfüllt sind für die freundlichen Glückwünsche,
welche uns in so überreichem Maße ausgesprochen worden sind. Eins
freut uns vor allem, daß anerkannt worden ist, daß unsere Presse und
mit ihr die Kölnische Volkszeitung idealen Zielen dient. Die KV hat es
getan in dem Jahrhundert, das hinter uns liegt, sie wird es noch mehr
tun in dem, das vor uns liegt. Es ist von mehrern Seiten geäußert
worden, daß die Aufgaben der Zukunft noch größer sein würden als
diejenigen der Vergangenheit. Ich meine auch, wir können uns noch
gar keine Vorstellung machen von demjenigen Maß von Ansprüchen,
welche an Kopf und Herz der Presse, an Kopf und Herz des ganzen
deutschen Volkes gestellt werden wird, wenn erst dieser Krieg beendet
ist und die Aufgaben des Friedens an uns herantreten. Diesen werden
wir nur gewachsen sein, wenn wir alle Zusammenhalten. Was uns an
geht, so gilt der Dank, den wir gefunden, die Anerkennung, die unser
Herz warm gemacht hat, nicht uns allein, den Inhabern der Firma, sondern
allen Angehörigen der Firma Bachem. Wie wenig ein General auszurichten
vermag, wenn er nicht fähige Offiziere und tüchtige Mannschaften hat,
das sehen wir auf allen Schauplätzen des jetzigen Krieges. Mehr gilt
das schließlich noch von einem großen Unternehmen. Und wie sehr ge
rade die Kölnische Volkszeitung, die allmählich immer mehr in den
Mittelpunkt des Unternehmens gerückt ist, von den übrigen Teilen des
Geschäfts abhängt, das hat Ihnen derjenige der Herren Redner verraten,
der darlegte, wie lange Fehlbetragsjahre die Zeitung hat überstehen
müssen, ehe sie zu einer eigenen gesicherten finanziellen Stellung
gelangen konnte. Damals waren es die anderen Zweige des Geschäftes,
die den Boden liefern mußten, auf dem schließlich die KV zu eigener
Standfestigkeit heranwachsen konnte. Darum gebührt allen Angehörigen
in allen Zweigen unseres Geschäfts der Dank der Firma. Ihnen allen aber,
meine Herren, die Sie so freundlich waren, hier zu erscheinen und die
Feier unseres Jubiläums durch Ihre Gegenwart zu verschönern, sage ich
im Namen der Firma und der ganzen Familie Bachem den herzlichsten
Dank. Ihre Anerkennung wird uns ein Sporn sein, in der alten Weise
fortzufahren und zu arbeiten für das Wohl von Kirche und Staat!