geordnet von Domkapitular C. Th. Dumont in vier Bänden
gesammelt und mit Lebensbeschreibung versehen erschienen.
Auf Veranlassungdes Borromäusvereins 27 , der es für wünschens
wert hielt, daß des Flavius Josephus (37—101) treffliches
Quellenwerk für die Geschichtsbücher des Alten Testaments:
Jüdische Altertüm er wieder als eine Art Haus- und Familien
buch in den christlichen Familien heimisch werde, gab der Theo
logieprofessor Dr. K. Martin an der Bonner Universität, der
spätere Bischof von Paderborn, eine neue Uebersetzung des
Werkes heraus, das für die jüdische Geschichte von der baby
lonischen Gefangenschaft bis über die Zeiten der christlichen Zeit
rechnung hinaus die einzige Quelle bildet. Es erschien in den
Jahren 1852 und 53 bei Bachem in zwei Bänden, mit Anmerkungen
versehen, die den pharisäischen fatalistischen Standpunkt des
Verfassers für christliche Leser zurechtrückten. Von seinen
beiden Mitarbeitern, dem Lizentiaten Velten und dem Kaplan
Franz Kaulen, hatte der letztere, der spätere bedeutende Exeget
(1827—1907), den größeren Teil der Uebersetzung geliefert. Er hat
dann im Jahre 1883, inzwischen zum Professor in Bonn aufge
rückt, eine von ihm allein bearbeitete zweite Ausgabe besorgt,
die bisher in drei Auflagen Verbreitung gefunden hat.
8. DerZeitschriften- und Zeitungsveriag von 1840 bis 1855.
a) Zeitschriften.
Im Interesse der regelmäßigen Beschäftigung einer Druckerei
liegt die Verlagsübernahme von Zeitschriftenliteratur, die der
Bachemsche Verlag schon frühzeitig sorgfältig pflegte. Im Jahre
1842 begann ein eifriger Aschaffenburger Geistlicher, Kehrer,
der dem Volke eine nützliche Sonntagslesung verschaffen wollte,
eine Sammlung katholischer Volksbücher unter dem Titel „Boni-
faciusdenkmal“, dessen Erlös „dürftigen Kirchen und Schulen
Deutschlands“ zufließen sollte. Drei Jahrgänge sind davon bei
Bachem erschienen, dann ging das Unternehmen an G. J. Manz
in Regensburg und J. J. Wittmann in Bonn über.
Im Jahre 1844 übernahm Bachem das „Gemeinnützige
Wochenblatt des Gewerb-Vereins“ in Kommissionsverlag.
Der „Gewerb-Verein“, der sich um die Befruchtung von Kölns Gewerbe
und Handwerk große Verdienste erworben hat, bestand damals schon