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b) Bachems Novellen- und Roman-Sammlungen.
Zu Ende der 1870er und Anfang der 1880er Jahre hatte im
deutschen Buchhandel die Zeit des „billigen Buches“ begonnen.
Die „Collection Spemann“ lieferte gut ausgestattete, gebundene
Bände von Unterhaltungsliteratur zu 1 Mark; in höhere Regionen
führte die „Cottasche Weltliteratur“, und die vereinigten Firmen
G. Freytag-Leipzig und Tempsky-Wien hatten sogar eine treffliche
volkstümlich-wissenschaftliche Bücherei: das „Wissen der
Gegenwart“ herausgegeben. Diesen Beispielen folgte auf katho
lischer Seite der Bachemsche Verlag mit „Bach ( ems Novellen-
Sammlung“. Im August 1882 wandte er sich in erster Linie an
eine Reihe von Mitarbeitern am Unterhaltungsteil der Kölnischen
Volkszeitung und machte ihnen den Vorschlag auf erneuten
Abdruck ihrer Werke in der geplanten Sammlung.
Da die Liste eine gute Uebersicht über die damals für ein katholisches
Unternehmen in Frage kommenden Schriftsteller und Schriftstellerinnen
gibt, so mag sie hier folgen: Frau v. Adelsheim-Se’nnfeld, Adels
heim (Odenwaldbahn), Dr. Beta, Berlin, San.-Rat Dr. med. Buck, Ehingen,
Rektor Cüppers, Ratingen, Freifrau Wan da v. Dalllwit'z geb. Gräfe,
Berlin, Emmy Freiin v. Dincklage-Campe, Lingen, Fräulein Jos.
Flach, Wiesbaden, Fräulein Helm'ine Fred,| Neiße, Frau Eta’my
G i e h r 1, Geh. Leg.-Rat Dr. R. H e p k e, Berlin, Gräfin Holnstein, Schloß
Rheda b. Brakei i. W., Frau Franz Jarke, Königsberg, Fräulein Kuni
gunde Ittenbach, Burg Gymnich, Fräulein Therese Kellner, Frau
Wwe. H. Klein, Siegen, Major E. Knackfuß, Ehrenbreitstein, Dr. Herrn.
Kuhn, Paris, Dr. Neuhaus, Straßburg, Fanny und Marie v. Pelzein,
Wien, Frau Elise Polko, Deutz, Schriftleiter Jos. Rank, Wien,^Fräulein
M. v. Roskowska, Hamburg, Fräulein Elise Schilling, Erkelenz,
Fräulein (Melanie Schultze, Badenweiler, Hub. Schumacher, Geist
licher, Münster i. W., Ferd. Strunck, Unna, Frau Therese Winkler,
geb. Messerer, München, Fräulein Hedw. Wolf, Mauer b. Wien, Dr. C.
Th. Z i n g e 1 e r, Fürstl. Archivassessor, Sigmaringen, Frau Notar Z ü n d,
geb. Luise Meyer v. Schauensee, Luzern.
Wohl die übergroße Mehrzahl, aber nicht alle diese Verfasser gehörten
dem katholischen Bekenntnis an, was selbstverständlich keine Bedingung
sein konnte, wenn ihre Werke in christlicher Weltanschauung wurzelten.
Die meisten der Aufgeforderten sind in der Sammlung auch
vertreten. Der Umfang des hübsch gebundenen Bandes mit
geschmackvoller Pressung war auf etwa zwölf Bogen (200 Seiten),