Full text : Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

das  reine  Gute  und  F.  Hippiers  Deutsche  Predigten  der  ermländischen
Bischöfe  Hosius  und  Kromer  bei  Bachem  erschienen.  Von  dem  seit  1880
erscheinenden  „Historischen  Jahrbuch“  der  Görresgesellschaft
gingen  die  ersten  drei  Bände  von  der  Theißingschen  Buchhandlung  in
Münster'aus,  die  fernem  von  Herder  u.  Co.  in  München.  Das  „Philosophische ­
  Jahrbuch“  erscheint  seit  1888  in  der  Fuldaer  Aktiendruckerei, ­
  die  Halbjahreshefte  für  die  Kunde  des  christlichen  Orients:
„0  r  i  e  n  s  c  h  r  i  s  t  i  a  n  u  s“  (begründet  vom  Priesterkollegium  des  deutschen
Campo  Santo  in  Rom)  bei  Harrassowitz  in  Leipzig.  In  die  Veröffentlichungen ­
  der  einzelnen  Sektionen  teilen  sich  die  Verleger  Bachem
(Philosophische  Sektion;  seit  1877),  F.  Schöningh  in  Paderborn  und  Herder
in  Freiburg  (historische,  seit  1892;  Rechts-  und  Sozialwissenschaft  [Heft
1  bis  6  bei  Bachem],  darunter  das  fünfbändige  „Staatslexikon“,  seit  1887;
Altertumskunde;  seit  1807).  Die  Mitglieder  erhalten  die  Jahresberichte
mit  Einschluß  von  drei  Vereinsgaben  kostenlos  und  können  die  Veröffentlichungen ­
  (mit  Ausnahme  des  Staatslexikons  und  mehrerer  streng
wissenschaftlicher  Studien)  zu  zwei  Drittel  (die  Veröffentlichungen  der
Sektion  für  Rechts-  und  Sozialwissenschaften  zu  drei  Viertel)  des  Ladenpreises ­
  beziehen.
Ein  „Verzeichnis  sämtlicher  Jahresberichte,  Vereinsschriften  und  im
Auftrag  und  mit  Unterstützung  der  Gesellschaft  erschienenen  Veröffentlichungen“ ­
  enthält  der  Jahresbericht  für  1913.  Zum  Silberjubiläum  der
Gesellschaft  erschien  1901  eine  von  dem  Generalsekretär  Dr.  Cardauns
verfaßte  Denkschrift,  die  ein  anschauliches  Bild  des  fruchtreichen  Wirkens
der  Gesellschaft  entwarf,  das  derselbe  Verfasser  beim  Jahresbericht  für
1916  für  die  Jahre  von  1901  bis  1916  ergänzte.  Ihr  langjähriger  Vorsitzender ­
  Dr.  Georg  Frhr.  v.  Hertling  wurde  1912  zum  bayerischen  Ministerpräsident ­
  und  Staatsminister  des  Aeußern  berufen  und  im  November  1917
zum  deutschen  Reichskanzler  ernannt.
Mit  dem  Jahre  1877  tritt  der  Kölner  Erzbischof  Dr.  Paulus
Melchers  mit  seinen  „Erinnerungen  an  das  50jährige
Bischofs-Jubiläum  Pius’IX.“  in  die  Reihe  der  Verlagsschriftsteller. ­
  Die  Zeitumstände  brachten  es  mit  sich,  daß  er  in
der  Folge  viele  Jahre  in  immer  neuen  Schriften,  die  er  an  Stelle
der  üblichen  alljährlichen  Fastenhirtenbriefe  herausgab,  zu  seinen
Erzdiözesanen  aus  der  Verbannung  sprechen  mußte 44 .
Von  Holland  kamen  seine  Sendschreiben  in  Form  von  Abhandlungen,
die  durch  den  Bachemschen  Verlag  verbreitet  wurden.  Gleich  die  erste
dieser  Veröffentlichungen,  die  „Unterweisung  über  das  hl.  Meßopfer“ ­
  (1878),  brachte  dem  Verfasser  und  dem  Verleger  unerwartet  Anklagen ­
  ein,  weil  auf  dem  Titel  der  Verfasser  sich  Erzbischof  nannte,
            
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